Premierentage in Tirol

Die Kunst zieht in die alte Spielzeugfabrik ein

Tirol
29.10.2026 19:00

Die Premierentage laden vom 5. bis 7. November in Innsbruck und Umgebung zur Entdeckungsreise durch die Gegenwartskunst. An über 25 Orten warten Ausstellungen, Gespräche und Performances bei freiem Eintritt. Ein besonderer Schauplatz ist die ehemalige Hammerl-Spielwarenfabrik in Innsbruck.

Wo einst Spielzeug entstand, bekommt die Fantasie neuen Raum. Martina Moro erkundet für die Premierentage das Hammerl-Areal in der Karmelitergasse 12.

Die in Wien lebende Konzeptkünstlerin arbeitet mit Puppen, Papier, Keramik und Klang. Während eines zweiwöchigen Aufenthalts spürt sie verborgenen Geschichten nach und entwickelt eine Arbeit, die auf die Räume reagiert. Das lange leer stehende Ensemble wird derzeit für kulturelle und handwerkliche Nutzungen wiederbelebt. Hier eröffnet das Festival am 5. November um 17 Uhr.

Zeitgenössische Kunst im direkten Gespräch
Über 25 Orte in und um Innsbruck verbinden Vernissagen, Gespräche, Konzerte und Performances. Im Taxispalais trifft Iman Issa am Freitag um 15 Uhr auf Direktorin Nina Tabassomi: eine nachgeholte Begegnung mit dem Publikum, die 2020 an der Pandemie scheiterte. Am Samstag um 19 Uhr bespielt Monster Chetwynd den Arkadenhof des Kunstraums Innsbruck. Ihre Kunst verbindet Kostüm, Skulptur und Performance mit Humor und Lust am Unangepassten. Neu im Kreis der Vereinsmitglieder sind Galerie „gezwanzig“ und die RAIQA Kunstbrücke. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Geführte Spaziergänge starten am Hammerl-Areal. Am Freitag um 14 Uhr bietet Kulturvermittlerin Monika Mazegger eine Tour in „Leichter Sprache“ an.

Die ehemalige Spielzeugfabrik wird zum Schauplatz der Premierentage.
Die ehemalige Spielzeugfabrik wird zum Schauplatz der Premierentage.(Bild: zVg.)

Etliche Wege ohne Schwellenangst
Ein Gratisbus verbindet am Samstag Innsbruck mit dem Kunstraum Schwaz und dem Klocker Museum in Hall. Zum Finale kehrt das Festival an seinen Ausgangspunkt zurück: Martina Moro und Maurizio Nardo treten am Samstag um 20 Uhr am Hammerl-Areal auf. Beide gehören dem Pegasus Institut für Pataphysik (PIP) an, das reale und mögliche Wirklichkeiten erforscht und die Vielfalt und Eigenwilligkeit der Welt dokumentiert.

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