Mit einem brisanten Vorschlag bringt Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger Bewegung in die Stadionthematik von Austria Salzburg. Im Sportzentrum Nord könnte eine neue Spielstätte entstehen. An Bundesliga-Fußball ist dort aber nicht zu denken. Daran stößt sich Landesrat Martin Zauner, der sich bezüglich einer Lösung zuversichtlich zeigt.
„Wenn wir jetzt nichts tun, steht die Austria 2030 ohne Spielstätte da.“ Das sagt Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger. Vor einigen Monaten gab der SPÖ-Politiker deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um zu prüfen, wo es eine mögliche neue Heimstätte für den Fußballverein geben könnte.
Als Standort kristallisierte sich dabei das Sportzentrum Nord heraus. Dort könnte ein Stadion mit 5000 Zuschauern entstehen. Kostenpunkt des Projekts mit möglichem Baustart im Jahr 2028: 15 bis 20 Millionen Euro.
Bundesligaspiele wären nicht möglich
Der Fußballverein würde nach Fertigstellung als Hauptmieter einziehen und hätte damit möglicherweise einen neuen Standort für das Dasein als Zweitligist. Auinger möchte politisch zeitnah darüber diskutieren lassen.
Der große langfristige Traum der Violetten lässt sich dort aller Voraussicht nach aber nicht erfüllen. Denn Bundesligaspiele wären Stand jetzt am genannten Standort nicht möglich.
Zauner: „Ich bin zuversichtlich, dass ...“
„Aufgrund des Umwelt- und Anrainerschutzes könnte an diesem Standort nur ein Flutlicht geprüft werden, das für die 2. Liga, aber nicht für die 1. Bundesliga zugelassen würde“, verdeutlicht Gishild Schaufler, Chefin der Landesumweltanwaltschaft (LUA). Ein Punkt, an dem sich auch Landesrat Martin Zauner stößt. „Die Austria braucht eine langfristige Lösung“, erklärt der FPÖ-Politiker, der von Auingers Plan überrascht wurde.
Bezüglich einer eigenen Lösung erklärte er gegenüber der „Krone“: „Ich bin zuversichtlich, dass wir zeitnah einen geeigneten Standort gefunden haben werden. Entscheidend ist für mich, dass dieser erstligatauglich ist und dadurch andere Sportarten dadurch keine Nachteile erfahren, sondern im Idealfall ebenfalls davon profitieren.“
Konkret ginge es im Sportzentrum Nord etwa um das Leichtathletik Team Salzburg, das genau dort, wo das Stadion entstehen könnte, beheimatet ist. Obmann Erik Pausch zeigte sich überrascht: „Aktuell hätten wir in der Stadt Salzburg keine Alternative.“
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