Verhungert
Kind verhungert: Haftbefehl gegen Eltern
Ausland
01.03.2006 15:54
Der kleine Bub, der auf einem Grundstück in Sachsen-Anhalt tot gefunden wurde, ist an Unterernährung gestorben. Das habe die Obduktion der Leiche ergeben, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Kramer am Mittwoch in Stendal. Die Leiche war in einer Tonne des elterlichen Grundstücks in Schlagenthin entdeckt worden. Gegen die Eltern wurde Haftbefehl beantragt. Das Kind wurde im April 2003 geboren und starb nach Angaben seiner Mutter im Frühjahr 2005.
Ermittlungen hätten ergeben, dass der kleine Bub nicht mit der Familie umgezogen und sein Aufenthalt ungeklärt war, erklärte die Staatsanwaltschaft. Bei Vernehmungen der Polizei habe die Mutter des Kindes eingestanden, dass der Junge bereits im Frühjahr 2005 gestorben sei. Gewalteinwirkungen hätte es jedoch nicht gegeben.
Das Amtsgericht Burg hatte die Durchsuchung des Grundstücks nach dem Hinweis einer Ärztin des Kreiskrankenhauses Burg angeordnet. Die Medizinerin hatte bei einem anderen Kind der Familie deutliche Vernachlässigungssymptome, Unterernährung und Verschmutzung festgestellt.
Foto: Symbolbild
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