Burgenländer für Hofburg. Sind zwei Jahre noch eine lange Dauer bis zur nächsten Bundespräsidentenwahl? Ja und nein. Anfang Oktober 2028 stehen die nächsten planmäßigen Wahlen für den höchsten Repräsentanten Österreichs an. Und der wird auf keinen Fall wieder Alexander Van der Bellen heißen, weil der dann 84-jährige Ex-Grüne zwei Perioden und damit 12 Jahre an der Spitze des Staates gestanden sein wird und sich auch theoretisch nicht mehr der Wahl stellen kann. Zwei Jahre könnte man nun also für eine relativ lange Zeitspanne halten. Um einem Präsidentschaftskandidaten oder einer Präsidentschaftskandidatin gute Erfolgschancen zu bieten, wäre es allerdings schon an der Zeit, sich darauf vorzubereiten – das hat Polit-Professor Peter Filzmaier schon vor einigen Wochen in der „Krone“ gemeint. Doch tatsächlich ist von Kandidatinnen und Kandidaten noch wenig zu sehen. Zwei Burgenländer haben sich mittlerweile deutlich deklariert. Und ein soeben seinen bisherigen Job beendender ORF-Star sagt nicht wirklich überzeugend ab…
Kandidat Wehrschütz? Das mit den beiden Burgenländern ist eine relativ klare Sache: Hans Niessl, Landeshauptmann im Burgenland von 2000 bis 2019, hat schon klar erklärt, dass er kandidieren möchte. Ob der 75-jährige Ex-SPÖ-Politiker von seiner eigenen Partei dabei unterstützt wird, ist allerdings mehr als fraglich. Niessls Landsmann Norbert Hofer dagegen war so knapp am Einzug in die Hofburg wie kein zweiter Blauer. Im zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahl 2016, dessen Ergebnis später nach Anfechtung durch die FPÖ aufgehoben wurde, erreichte Hofer 49,65 Prozent und unterlag damit Alexander Van der Bellen denkbar knapp. In der Wahl um die Nachfolge Van der Bellens würde man Hofer als Kandidat der mittlerweile so erstarkten FPÖ gute Chancen einräumen – bloß wird er sich dieser wohl nicht stellen. Auf die „Krone“-Frage, ob er noch einmal kandidieren würde, antwortete Hofer jetzt, er denke nicht, es habe auch bisher keine Versuche gegeben, ihn zu überreden. Und schließlich gebe es für alles im Leben den richtigen Zeitpunkt. Und so kommt wieder Christian Wehrschütz ins Spiel, der von manchen als möglicher von der FPÖ nominierter Kandidat gehandelt wird. Die Politik kommt zwar nach dessen eigener Aussage in seiner Lebensplanung nicht vor, aber wenn jemand auf den angehenden ORF-Pensionisten zukommen sollte, dann würde sich der Familienrat zusammensetzen und gemeinsam darüber beraten. Ein klare Absage klingt anders.
Kommen Sie gut durch den Mittwoch!
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.