Ein Männerbund, der Kunst, Musik und Rittergeschichte mit einer gehörigen Portion Humor verbindet – das zeichnet die traditionsreiche Männervereinigung „Schlaraffia Aquae Thermae“, die es bereits seit 141 Jahren in Baden gibt, besonders aus.
Von Mitte Oktober bis April treffen sich die derzeit 27 humorvollen Gesellen wieder wöchentlich im Vereinslokal in der Palffygasse 27 zur sogenannten „Urbanisippung“. Jedes Treffen steht unter einem anderen Motto. Dabei wird auch eine eigene Sprache gepflegt: Wer ein Bier möchte, bestellt eine „Quell“, getrunken wird nicht – man „labt“. Auch die Rollen sind klar verteilt: Es gibt Oberschlaraffen, einen Kanzler und einen Zeremonienmeister. Helm, Schärpe und Schwert gehören zum Auftritt dazu.
Dem Alltag entfliehen, Freunde treffen und Spaß haben
„Sinn dabei ist es, sich für ein paar Stunden in eine andere Welt zu versetzen“, erklärt „Ritter Löwenherz“ Richard Förster. Wer mitmachen will, ist herzlichst dazu eingeladen. Ein paar Regeln sind dabei jedoch einzuhalten: „Themen wie Religion, Politik und Beruf sind tabu“, so König. „Ebenso derbe Zoten“.
Wer sind die Schlaraffen?
Gegründet wurde die Badener Schlaraffia bereits 1885. Ihre Wurzeln hat die internationale Bewegung im Jahr 1859 in Prag. Damals wollten Künstler die steife adelige Hofgesellschaft auf humorvolle Weise aufs Korn nehmen. Aus dieser Persiflage entwickelte sich eine weltweite Gemeinschaft, die heute rund 9000 Mitglieder zählt.
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