Rund um den Nationalfeiertag präsentiert der Integrationsfonds traditionell die neuesten Zahlen für Niederösterreich. Wo kommen die neuen Niederösterreicher her, wer findet rasch Arbeit?
Niederösterreich wächst! Am 1. Jänner 2026 lebten 1.729.541 im Land, davon 260.500 Personen mit ausländischem Geburtsort, das entsprach 15,1 % der Gesamtbevölkerung (Im Vergleich Wien: 41,3 %). Im Vergleich zum 1. Jänner 2016 ist der Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung um 2,9 Prozent gestiegen. Die am stärksten vertretenen Nationen waren Rumänien, Deutschland sowie die Türkei.
Wiener Neustadt vor St. Pölten
In der Stadt Wiener Neustadt war der Anteil der im Ausland Geborenen mit 28,4 % am höchsten. Es folgen St. Pölten-Stadt mit 25,8 % und Krems mit 25,1 %. Die geringsten Anteile wiesen mit 4,7 % und 3,8 % die Bezirke Waidhofen an der Thaya sowie Zwettl auf.
Unter den niederösterreichischen Gemeinden wiesen Wolfsthal (50,4 Prozent) und Hainburg (44,1 %) die höchsten Anteile der Bevölkerung ohne Geburtsort in Österreich auf. Die beiden Kommunen mit den geringsten Anteilen von Migranten waren Bad Traunstein (0,7 %) und Altmelon (0,6 %).
Neu im weiten Land
Konkret sind 17.805 Personen zugezogen, 14.783 im gleichen Zeitraum abgewandert. Die meisten neuen Niederösterreicher kommen aus dem Bundesgebiet sowie dem EU- und EFTA-Raum. So scheint das weite Land vor allem für Rumänen interessant: 2567 haben ihren Wohnsitz neu in Niederösterreich gemeldet, allerdings sind 2571 weggezogen. Auch Ungarn, Deutsche und Slowaken zieht es in unser Heimatbundesland. Bei den Nicht-EU-Ländern dominieren laut Österreichischem Integrationsfonds die Ukrainer: 2432 sind im Vergleich zu 2024 zugezogen. Verhältnismäßig gering sind die Zuwachsraten vor allem bei Afghanen und Kroaten.
Nieder- als Kinder-Österreich?
Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau im weiten Land 1,36. Im Vergleich zu 2015 ist dies laut Integrationsfonds ein Rückgang (1,53). In Österreich geborene Frauen bekamen im Durchschnitt 1,27 Kinder (2015: 1,42), im Ausland geborene Frauen brachten 1,82 Kinder zur Welt (2015: 2,24).
Zwischen den im Ausland geborenen Müttern gibt es Unterschiede: In Afghanistan, Syrien und im Irak geborene Frauen bekamen 2025 im Schnitt 2,81 Kinder und Frauen mit Geburtsort in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien 2,13 Kinder. Hingegen lag die durchschnittliche Kinderzahl bei Frauen aus sonstigen Staaten bei 1,43 Kindern.
Arbeitslosenquote
Interessantes findet sich auch im Bereich der Berufs- und Arbeitslosenquote. 2025 betrug die Zahl der Menschen ohne Job in Niederösterreich 6,3 Prozent – und damit etwas mehr als in Gesamtösterreich mit 6,1 Prozent. Die Quote unter den ausländischen Arbeitslosen lag allerdings mit 7,7 Prozent im weiten Land deutlich unter dem Bundesschnitt von 11 Prozent. Die Integration in den Arbeitsmarkt scheint also – wenn man das weltwirtschaftliche Umfeld berücksichtigt – relativ gut zu funktionieren...
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.