Skandal-Spiel 2006

Baumeister: „Wie eine Schlacht auf dem Platz!“

2. Liga
25.10.2026 08:00

Der 15. April 2004 ging als schwarzer Tag in die Admira-Geschichte ein. Die akut abstiegsgefährdeten Südstädter kassierten gegen Wacker Tirol in letzter Minute den Ausgleich, woraufhin die Fetzen flogen. Der damalige Admira-Trainer Ernst Baumeister erinnert sich an das Skandal-Spiel zurück..

Ausgleich in letzter Minute – dann flogen die Fäuste. Allerdings nicht bei den Fans, sondern unter den Spielern und Betreuern! Das Duell zwischen der Admira und Wacker Tirol im April 2006 trug sich als wahres Skandal-Spiel in die Geschichtsbücher der Bundesliga ein. Ernst Baumeister, damals Teil des Südstädter Trainer-Duos mit Hubert Baumgartner, erinnert sich an die Massenschlägerei zurück: „Das war ein pures Chaos. Quasi eine kleine Schlacht auf dem Platz!“

Hannes Eder sorgte spät für den Ausgleich.
Hannes Eder sorgte spät für den Ausgleich.(Bild: GEPA)
Nach Schlusspfiff flogen die Fetzen.
Nach Schlusspfiff flogen die Fetzen.(Bild: GEPA)
Hannes Aigner (li.) war außer sich.
Hannes Aigner (li.) war außer sich.(Bild: GEPA)
Ex-Tiroler Jürgen Panis war kaum zu bändigen
Ex-Tiroler Jürgen Panis war kaum zu bändigen(Bild: GEPA)
Andreas Hölzl brach sie nach einem Tritt die Hand.
Andreas Hölzl brach sie nach einem Tritt die Hand.(Bild: GEPA)

Last-Minut-Treffer als Auslöser
Aber was war passiert? Für Schlusslicht Admira musste gegen Wacker Tirol unbedingt ein „Dreier“ her, um den Abstieg abzuwenden. Vor über 7.000 Zusehern in der Südstadt brachte Nino Bule die Hausherren in Führung. Die kalte Dusche gab es dann in Minute 94 durch Hannes Eder – daraufhin eskalierte die Situation. Baumgartner stieß Tirol-Verteidiger Feldhofer um, Admira-Kicker Wimmer streckte den gegnerischen Co-Trainer nieder – der Startschuss für eine unschöne Massenschlägerei.

„Bis heute unbegreiflich!“
„Am Anfang wollte ich noch schlichten, aber das war völlig sinnlos“, erzählt Baumeister, der im Anschluss das Spektakel aus der Ferne „genoss“. Das Resultat waren zahlreiche Sperren und Strafen auf Südstädter Seite, bei Wacker erlitt Hölzl einen Handbruch, Goalie Pavlovic nach einem Tritt gar eine Nierenverletzung. „Für mich bis heute unbegreiflich, wie man sich so wenig im Griff haben kann. Emotionen schön und gut, aber das war einfach nur unnötig“, knirschte Baumeister, der damals den Abstieg nicht verhindern konnte, sogar direkt in die Ostliga durchrasselte

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