Alois Rainer, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fordert angesichts der stockenden Verhandlungen über die Saisonkontingentverordnung für 2027 „Lösungen statt politischer Blockaden“.
„Das Thema eignet sich weder für politischen Populismus noch für die romantische Vorstellung, wir könnten den gesamten saisonalen Arbeitskräftebedarf allein im Inland abdecken. Natürlich müssen wir jedes verfügbare heimische Potenzial bestmöglich nutzen. Aber gerade in touristischen Spitzenzeiten reicht dieses schlicht nicht aus“, betont Rainer.
Unsere Betriebe brauchen keine ideologischen Debatten, sondern eine praktikable Lösung.

Alois Rainer, WKÖ
Bild: Christof Birbaumer
Die Gastronomie brauche daher einen bedarfsgerechten Zugang zu internationalen Saisonarbeitskräften (im Vorjahr 5500, plus 2500 vom Westbalkan). Wenn Arbeitskräfte fehlen, leiden zuerst die Betriebe, so Rainer: „Sie müssen Öffnungszeiten reduzieren, Angebote einschränken oder gar zusperren. Dann verliert die Branche an Leistungsfähigkeit und Qualität.“
Trifft auch Menschen vor Ort
„Und letztlich trifft es den Wirtschaftsstandort und die Lebensqualität in vielen Regionen. Denn ein Gasthaus, das zusperrt, fehlt nicht nur den Gästen, sondern auch den Menschen vor Ort“, erklärt Rainer abschließend.
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