Im Einklang mit dem Arbeiterbetriebsrat und Airport-Chef Günther Ofner bekräftigt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Flughafen Schwechat ihre Forderung nach Abschaffung der Flugabgabe
„Check-in“ am Flughafen Schwechat: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat vor Ort Gespräche mit den Beschäftigten geführt. Im Austausch mit dem Arbeiterbetriebsrat unter Vorsitz von Thomas Faulhuber bekräftigte sie ihre Forderung nach einer Abschaffung der Flugabgabe: „Im Mittelpunkt standen dabei die Arbeitsplätze“.
Warnung vor Auswirkungen
Der Flughafen Wien-Schwechat ist ein Wirtschaftsmotor für die ganze Region. Wenn er ins „Stottern“ gerät, hätte das enorme wirtschaftliche Auswirkungen. „Die Flugabgabe ist ein Schildbürgerstreich. Sie schadet dem Wirtschaftsstandort, belastet die Reisenden und bringt dem Klima nichts. Denn die Menschen fliegen stattdessen aus Bratislava ab“, erklärte die Landeshauptfrau. Und meint weiter: „Arbeitsplätze und Wertschöpfung sollen erhalten bleiben. Deshalb fordere ich die Abschaffung der Flugabgabe.“
„Tausende Arbeitsplätze in Gefahr“
Thomas Faulhuber, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats des heimischen Flughafens, sieht dringenden Handlungsbedarf: „Wenn die Flugabgabe nicht ersatzlos fällt, setzen wir Tausende Arbeitsplätze in der österreichischen Luftverkehrswirtschaft aufs Spiel.“ Es gehe dabei nicht nur um eine Steuer, es gehe um die Zukunft der Beschäftigten. „Wer hier nicht handelt, riskiert neben Jobs auch die internationale Anbindung Österreichs“, warnt er eindringlich.
Wertschöpfung, Job-Maschine
Die Zahlen verdeutlichen die wirtschaftliche Bedeutung des Luftverkehrs: Nach Angaben des Flughafens Wien-Schwechat schafft eine zusätzliche Million Passagiere knapp 1000 Arbeitsplätze in der Luftverkehrswirtschaft und sorgt für mehr als 75 Millionen Euro Wertschöpfung.
Für 2026 rechnet der Flughafen Wien mit rund zwei Millionen Passagieren weniger als im Jahr davor. Gleichzeitig beträgt die österreichische Flugabgabe 12 Euro pro abfliegendem Passagier, auf Kurzstrecken sogar 30 Euro. In zahlreichen anderen EU-Staaten, darunter der Slowakei, wird hingegen keine vergleichbare nationale Flugticketabgabe eingehoben.
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