Rund 23.000 Menschen arbeiten unmittelbar im und rund um den Flughafen Wien-Schwechat. Zuletzt ging die Zahl der abgefertigten Passagiere aber zurück. Einen Grund dafür sehen ÖVP, FPÖ und SPÖ in der Flugabgabe. Es folgte ein Appell an Finanzminister Markus Marterbauer.
„Den Wirtschaftsstandort in der Region und Tausende Arbeitsplätze in Gefahr“, sehen Politiker der Volkspartei und der Freiheitlichen am Flughafen Wien-Schwechat. Deshalb forderten sie in einem dringlichen Antrag im Rahmen der aktuellen Sitzung des Landtages in St. Pölten die Abschaffung dieser Flugabgabe. Zwölf bis sogar 30 Euro pro Ticket fallen derzeit an Zusatzkosten an, in anderen Staaten wurden ähnliche Abgaben bereits (wieder) abgeschafft.
„Das ist ein Schildbürgerstreich!“
Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Landesvize Udo Landbauer (FPÖ) meinten: „Die Abgabe ist ein Schildbürgerstreit. Wir dürfen da nicht mehr länger zusehen.“ Nun sei die Bundesregierung, vor allem Finanzminister Markus Marterbauer, gefordert, „diese Strafabgabe“ zu streichen. Wie die „Krone“ berichtete, machte sich ebenso Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig für eine Streichung stark.
Grüne gegen die Streichung
Grünen-Chefin Helga Krismer ist naturgemäß dagegen. Sie warnte, genau wie ihr Fraktionskollege Georg Ecker, vor Umweltfolgen und polterte: „Kaum sinken die Passagierzahlen am Flughafen Wien-Schwechat geringfügig, ertönt der gewohnte Ruf nach staatlichen Erleichterungen. Es geht nur um die Gewinnsicherung für Karibik-Aktionäre auf Kosten der Bevölkerung.“
Für die SPÖ-Niederösterreich erklärte Landtagsabgeordneter René Pfister: „Für den öffentlichen Verkehr werden in den kommenden Jahren Milliarden Euro investiert. Wir müssen aber auch in der Region Schwechat den Standort entwickeln und absichern.“ Auch die Sozialdemokraten stimmten – so wie ÖVP, FPÖ und Neos – für ein Ende der Abgabe...
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