Der Vorstand der Tiroler Freiheitlichen wählte den langjährigen Parteichef zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027. Somit ist das Duell Markus Abwerzger gegen Landeshauptmann Anton Mattle offiziell ausgerufen. Prompt folgte eine Reaktion der ÖVP.
Einstimmig fiel die Wahl am Freitagabend für den langjährigen FP-Landesparteiobmann Markus Abwerzger aus. Seit 2013 führt er die Tiroler FPÖ an, für ihn ist es die bereits dritte Landtagswahl als Frontmann. Bisher gelangen ihm stets Zugewinne, nun will er den ersten Platz erobern.
„Ich freue mich auf diese Wahl, denn die Freiheitliche Partei hat die große Chance, erstmals in Tirol den Landeshauptmann zu stellen. Ich bin dazu bereit, für und mit den Tirolerinnen und Tirolern Politik zu machen“, sagt Abwerzger. Zum ersten Mal in der Geschichte der Zweiten Republik werde die Volkspartei von einem Mitbewerber „ernsthaft“ herausgefordert.
Listenplätze werden erst bekannt gegeben
Die Listenplätze hinter Abwerzger werden erst im Mai oder Juni 2027 fixiert. Fest stehen hingegen schon die Spitzenkandidaturen in den Bezirken. So wird zum Beispiel der Zillertaler NR Christoph Steiner im Bezirk Schwaz als Spitzenkandidat ins Rennen gehen.
Ich bin dazu bereit, für und mit den Tirolerinnen und Tirolern Politik zu machen.
Tirols FP-Landesparteichef Markus Abwerzger
Bereits bei der Wahl 2022 hatte Abwerzger, im Zivilberuf Rechtsanwalt, ein Landeshauptmann-Duell mit dem damaligen ÖVP-Spitzenkandidaten und jetzigen Landeschef Anton Mattle ausgerufen. Damals reichte es nicht für die Spitzenposition – trotz schwerer ÖVP-Verluste und freiheitlichen Zugewinnen von mehr als drei Prozentpunkten. Die Volkspartei landete bei 34,71 Prozent, die FPÖ bei 18,34 Prozent.
„Kein Mensch braucht zwölfmonatigen Wahlkampf“
Die ÖVP reagierte rasch. „Wir freuen uns auf einen Wahlkampf der besten Ideen für Tirol – aber dann, wenn die Wahl vor der Tür steht. Knapp 20 Prozent der Wahlperiode liegen noch vor uns und die Tirolerinnen und Tiroler erwarten zurecht von allen Parteien im Landtag, dass in den kommenden Monaten konstruktiv gearbeitet wird“, sagt Landes-Geschäftsführer Florian Klotz. „Kein Mensch“ brauche einen zwölfmonatigen Wahlkampf. „Auch die FPÖ sollte bis dahin lieber ihre Möglichkeiten im Landtag für die Menschen nutzen“, betont Klotz.
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