Jetzt im Landstierheim

Spaziergänger fand halbtote Katzenbabys im Wald!

Steiermark
24.10.2026 16:50

Es gibt Menschen, die Lichtgestalten sind im steirischen Tierschutz – wie jene, die Tierbabys aufziehen, die todgeweiht wären. Welche Mühe das macht, weiß Susanne Bräuer, die gerade ums Überleben eines Duos kämpft. Und weit mehr macht als „nur“ ihren Job als Tierheimleiterin!

Susanne Bräuer mag es nicht, wenn man ihr sagt, wie großartig das ist, was sie da leistet. „Weil es ja selbstverständlich ist. Was sollte man sonst tun? So ein kleines Zwutschgerl einfach verhungern lassen?“

Zwei solcher Winzlinge hat die langjährige, großherzige Leiterin des Landestierheimes in Graz gerade in ihrer Obhut. Sie wurden von einem Spaziergänger im Wald gefunden, noch mit der Nabelschnur dran. Ohne Mutter; womöglich ausgesetzt. Ein drittes Geschwisterl war bereits tot.

„Sie waren keine zwölf Stunden alt, noch blind, total unterkühlt, apathisch. Ihre Lebensgeister sind erst wieder ein bisschen erwacht, als wir sie aufgewärmt haben.“ Und sie schließlich an ihrem ersten Flascherl nuckeln konnten. Damit begann das Bangen um ihr Überleben – und auch die „Großkampfzeit“ für Susanne Bräuer. In den ersten Wochen brauchen sie alle zwei bis drei Stunden ihr Flascherl mit spezieller Katzenaufzuchtsmilch. Auch nachts!

So ein winziges bisschen Leben! Die Tiere wären todgeweiht, gäbe es nicht Menschen wie Susanne ...
So ein winziges bisschen Leben! Die Tiere wären todgeweiht, gäbe es nicht Menschen wie Susanne Bräuer, die ihren Beruf als Berufung sehen.(Bild: Landestierheim Graz)

Wie man das schafft – wohlgemerkt, zusätzlich zum anstrengenden Job im Tierheim? „Da muss man durch“, sagt die Pragmatikerin. Allein mit dem Baucherlmassieren, das überlebensnotwendig ist, gehen viele Stunden Schlaf drauf. Noch sind sie nicht gänzlich über dem Berg – aber Bräuer hofft, dass alles gut geht und sie dann ab elf Wochen, gesund, auf wundervolle Plätze kommen!

Die Steirerin macht den Job mit der Aufzucht der beiden Winzlinge hauptsächlich selbst. Und es sind bei Weitem nicht die einzigen Katzenbabys im Jahr! Damit lebt sie vor, dass man nach Dienstzeiten arbeiten kann – oder den Beruf als Berufung sieht.

Susanne Bräuer ist eine Lichtgestalt im steirischen Tierschutz. Hier mit zwei ihrer Schützlingen ...
Susanne Bräuer ist eine Lichtgestalt im steirischen Tierschutz. Hier mit zwei ihrer Schützlingen – während der linke schon ein gutes Platzerl hat wartet der herzige Shar Pei-Rüde „Buster“ jetzt schon seit vielen Monaten auf ein liebevolles Heim für immer. . . Infos im Landestierheim Graz.(Bild: Landestierheim für Steiermark)

Danke an alle, die so Großartiges im Tierschutz leisten!

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