28.02.2006 12:41 |

H5N1 breitet sich aus

Vogelgrippe erreicht Bayern und Schweden

Die Vogelgrippe hat nun auch Bayern erreicht. Bei zwei Wildvögeln in Oberbayern sei das Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen worden, teilte das Umweltministerium am Dienstag in München mit. Weitere Einzelheiten wollte Landesumweltminister Werner Schnappauf (CSU) am Mittag bekannt geben. Die infizierten Vögel seien südlich von München nicht unmittelbar an Seen unabhängig voneinander gefunden worden. Zwei Landkreise seien betroffen. Und auch Schweden meldet zwei tote Wildvögel, die der Vogelgrippe zum Opfer fielen.

Indes wurden auch im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zwei weitere infizierte Wildvögel entdeckt. Dabei handele es sich um eine Reiherente aus dem Seehafen Wismar und eine Ente aus der Nähe von Bergen auf Rügen, teilte eine Sprecherin des Krisenstabes in Schwerin mit. Die Zahl der registrierten Vogelgrippefälle ist damit allein in Mecklenburg-Vorpommern auf 121 gestiegen. In ganz Deutschland sind rund 130 H5N1-Infektionen bei Wildvögeln festgestellt worden.

Am Bodensee, wo es bislang drei Vogelgrippefälle gibt, wird die Suche nach toten Wildvögeln fortgesetzt. Polizei, Feuerwehr und Gemeindemitarbeiter suchen die Wasserflächen des Sees sowie die Uferzonen ab. Auch die Überprüfung von Geflügelhöfen der Region gehe weiter. Bisher seien aber keine Vogelgrippe-Erreger bei Hausgeflügel festgestellt worden.

H5N1 auch in Schweden nachgewiesen
Auch Schweden ist nicht verschont geblieben: Bei zwei toten Wildvögeln sei das H5N1-Virus nachgewiesen worden, teilten die zuständigen Behörden am Dienstag in Stockholm mit. Die Tiere seien nahe der Ostsee-Küstenstadt Oskarshamn im Südosten des Landes entdeckt worden.

Neue Fälle in China
In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong verendeten derweil weitere drei Wildvögel an H5N1. Nach Behördenangaben vom Dienstag handelt es sich um zwei Krähen und eine Elster. Damit stieg die Zahl der toten Wildvögel, bei denen die Vogelgrippe nachgewiesen wurde, in Hongkong auf 16.