Massenkarambolage, Zugunglück, Großbrand und verschüttete Menschen: Rund 400 Einsatzkräfte mit 65 Fahrzeugen trainierten in Allentsteig für den Katastrophenfall. Gefordert waren alle fünf Bereitschaften des Katastrophenhilfsdienstes im Bezirk Krems.
Verletzte waren in Autowracks eingeklemmt, ein Bauernhof stand in Flammen und unter schweren Trümmern wurden Menschen vermisst: Am Truppenübungsplatz Allentsteig blieb den Einsatzkräften bei einer groß angelegten Katastrophenhilfsdienstübung kaum eine Herausforderung erspart.
Rund 400 Helfer mit 65 Fahrzeugen nahmen daran teil. Die fünf Bereitschaften des Katastrophenhilfsdienstes im Bezirk Krems arbeiteten dabei mit dem Roten Kreuz Krems und Langenlois sowie den Rettungshunden Niederösterreich zusammen.
Massenkarambolage mit Ammoniakladung
Bereits das erste Szenario hatte es in sich: Nach einer angenommenen Massenkarambolage musste die Unfallstelle abgesichert, Verletzte versorgt und eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen befreit werden.
Damit nicht genug: Eines der beteiligten Fahrzeuge hatte Ammoniak geladen. Die Einsatzkräfte mussten den Gefahrstoff sichern. Im weiteren Verlauf geriet außerdem ein Unfallwagen in Brand und musste gelöscht werden.
Personenzug mit zahlreichen Verletzten
An einer weiteren Station wurde ein schweres Zugunglück simuliert. Ein Auto war mit einem Zug kollidiert, Fahrzeuginsassen mussten mit technischen Geräten gerettet werden. Gleichzeitig galt es, einen Personenzug mit zahlreichen verletzten Fahrgästen zu evakuieren.
Zusätzliche Gefahr ging von einem Waggon aus, aus dem gefährliche Stoffe austraten. Feuerwehr und Rettungsdienst mussten ihre Einsätze daher besonders genau aufeinander abstimmen.
Nach einer kurzen Pause wartete an derselben Station bereits das nächste Szenario: Bei einem Busunfall war ein Pkw zwischen dem Bus und einem Eisenbahnwaggon eingeklemmt. Die Insassen mussten befreit und die Verletzten versorgt werden.
Gefährliches Labor auf brennendem Bauernhof
Auch ein angenommener Bauernhofbrand verlangte den Florianis einiges ab. Während sie die Flammen bekämpften und vermisste Personen aus dem Gefahrenbereich retteten, entdeckten sie ein Labor mit gefährlichen Stoffen. Eine verletzte und laut Übungsannahme kontaminierte Person musste dekontaminiert werden.
Bei einem Gebäudeeinsturz kamen Hebekissen, Spreizer, Seilwinden und ein Kran zum Einsatz. Damit wurden schwere Trümmerteile angehoben und eingeschlossene Menschen befreit.
Rettungshunde suchten nach Vermissten
Das letzte Szenario führte die Einsatzkräfte zu einem angenommenen Brückeneinsturz. In einem weitläufigen und unübersichtlichen Trümmerfeld wurden mehrere Menschen vermisst. Speziell ausgebildete Rettungshunde unterstützten die systematische Suche.
Neben der Menschenrettung, Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung stand auch die Führung eines solchen Großeinsatzes im Mittelpunkt. Der Bezirksführungsstab trainierte die Aufgabenverteilung, die Kommunikation und die laufende Abstimmung zwischen den beteiligten Organisationen.
Das Bundesheer stellte für die Übung das Gelände und das Übungsdorf zur Verfügung. So konnten die Einsatzkräfte die fünf Katastrophenszenarien unter möglichst realitätsnahen Bedingungen bewältigen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.