Für die Fans bleibt die Hochzeitsszene von Chandler und Monica ein absolutes „Friends“-Highlight, für die Familie von Matthew Perry war diese Szene aber immer ein bittersüßer Moment. Die Schwester des im Alter von 54 Jahren verstorbenen Schauspielers enthüllt nun die traurige Wahrheit hinter dem „Friends“-Jawort.
Rund drei Jahre nach seinem tragischen Tod bringt Netflix nun eine Dokumentation über Matthew Perry heraus. Zum Start von „The One About Matthew Perry“ sprach das „People“-Magazin mit Mia Perry Bowick, der Schwester des „Friends“-Stars, die eine ganz besonders bewegende Anekdote aus dem Leben von Perry teilt.
„Wir wussten, wie ernst seine Erkrankung war“
Dabei geht es um eine ganz besondere Szene aus „Friends“: der Hochzeit zwischen Chandler und Monica. Denn hinter dem Jawort der beiden Kult-Charaktere, das 2001 im TV gezeigt wurde, steckte ein trauriges Geheimnis, wie Perrys Schwester nun enthüllte.
„Als wir diese Hochzeit sahen, wussten wir alle, dass er sich das auch im echten Leben gewünscht hatte. Er wollte eine Partnerin und Kinder“, erklärte Mia. Aber gleichzeitig habe Perry mit einer schweren Suchterkrankung zu kämpfen gehabt. „Wir alle wussten, wie ernst seine Erkrankung war – daher herrschte das Gefühl: Wer weiß schon, was passieren wird?“
Nach dem Dreh in die Klinik
Aus Chandlers zunächst heimlicher Beziehung zu Monica wurde schließlich eine Ehe. Die Hochzeit bildete den Höhepunkt der zweiteiligen Episode „Hochzeit mit Hindernissen“. Während sein Serien-Charakter das Glück gefunden hat, heiratete Matthew Perry selbst nie und hatte keine Kinder.
In seinen 2022 veröffentlichten Memoiren „Friends, Lovers, and the Big Terrible Thing“ sprach der Schauspieler zudem offen über seine Alkohol- und Medikamentensucht. Unmittelbar nach den Dreharbeiten zur Hochzeits-Folge habe er sich erneut in Behandlung begeben, enthüllte Perry darin. Er sei „in einem Pick-up, gefahren von einem nüchternen Mitarbeiter, zurück ins Behandlungszentrum“ gebracht worden.
Perry sprach offen über Sucht
Auch sein wechselndes Aussehen während der Serie brachte der Darsteller mit seinem Substanzkonsum in Verbindung. „Wenn ich zunehme, ist es Alkohol; wenn ich dünn bin, sind es Tabletten. Wenn ich einen Ziegenbart trage, sind es viele Tabletten“, enthüllte Perry. Gegen Ende der dritten Staffel habe er täglich versucht, 55 Vicodin-Tabletten zu bekommen, um nicht „so krank“ zu werden.
Matthew Perry war in der Rolle des Chandler Bing in zehn Staffeln von „Friends“ zu sehen. Die Serie lief von 1994 bis 2004 und zählt zu den erfolgreichsten Sitcoms der Fernsehgeschichte.
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