Vier Wintersportler haben bei einem tragischen Lawinenunglück in Großarl am 17. Jänner 2026 ihr Leben verloren. Sie waren Teil einer siebenköpfigen Alpenvereins-Gruppe, geführt von einer erfahrenen Bergführerin. Fast zehn Monate später stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.
Zu siebt war die bergerfahrene Gruppe vom Alpenverein an jenem schicksalshaften Jänner-Tag in Richtung des 2214 Meter hohen Thronecks unterwegs. Plötzlich wurde die Gruppe von einer 150 Meter breiten und etwa 250 Meter langen Lawine überrascht und verschüttet: Zwei Tiroler (63, 65), eine Steirerin (60) und ein Oberösterreicher (53) verloren dabei ihr Leben.
„Kein Sorgfaltsverstoß“
Die Kursleiterin, eine Salzburgerin (58), blieb unverletzt. Gegen sie leitete die Staatsanwaltschaft Salzburg ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ein. Jetzt steht aber fest: Es wird für die Frau keine strafrechtlichen Konsequenzen geben.
„Die Ermittlungen wurden eingestellt. Es konnte kein Sorgfaltsverstoß nachgewiesen werden, da der Lawinenabgang nicht vorhersehbar war“, bestätigt Ricarda Eder von der Staatsanwaltschaft der „Krone“. Ein Sachverständiger hatte im Auftrag der Justiz dazu ein Gutachten erstattet.
Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte Lawinenwarnstufe 2 der fünfteiligen Skala. Bei allen Tourbeteiligten handelte es sich zudem um erfahrene Alpinisten – so hatten auch alle eine entsprechende Lawinen-Ausrüstung.
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