Suche ergebnislos

Schwedische Armee verheimlichte zweite U-Boot-Jagd

Ausland
12.01.2015 07:09
Die schwedische Armee hat einen zweiten Fall von mutmaßlichem Eindringen eines Unterwasserfahrzeugs in schwedische Gewässer im vergangenen Herbst vor den Medien verheimlicht. Verteidigungsminister Peter Hultqvist bestätigte einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Dagens Nyheter". Er sei noch am selben Tag von dem Vorfall unterrichtet worden, sagte er.

Demnach soll die schwedische Marine tätig geworden sein, nachdem eine "Privatperson mit langjähriger militärischer Erfahrung" am 31. Oktober 2014 ein Foto von einem vermutlichen U-Boot-Turm im Bereich der zum Stadtgebiet von Stockholm liegenden Inseln Nacka und Lidingö gemacht habe. Die Suche nach dem mutmaßlichen U-Boot verlief jedoch ebenso ergebnislos wie jene von den Medien kolportierte Suche 30 Kilometer westlich von Stockholm, die eine Woche davor begonnen hatte.

Konteradmiral Anders Grenstad bestätigte zwar ebenso das Faktum einer zweiten U-Bootsuche im November, betonte jedoch, das aufgrund des Fotos nicht eindeutig sei, ob es sich in diesem Fall tatsächlich um ein U-Boot oder ein ähnliches zur Beobachtung geeignetes Fahrzeug gehandelt habe.

Auf dem betreffenden Bild könne man nicht mehr erkennen, als einen "Gegenstand, der sich im Wasser bewegt", so Grenstad gegenüber der schwedische Nachrichtenagentur TT. Insgesamt habe man während der Suchaktionen der Marine nach fremder Unterwassertätigkeit in schwedischen Territorialgewässern im Herbst 2014 zwischen 300 und 400 Beobachtungen von Augenzeugen bekommen.

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