Keine Rückzahlung

30.000 Euro zu viel Gehalt für Insolvenzfonds-Chef

Innenpolitik
21.10.2026 19:28

Aufgrund eines Fehlers kassierte der Geschäftsführer des Insolvenzsfonds zu viel Geld, eine Rückforderung ist laut Ministerium rechtlich nicht möglich. Und das, obwohl der Fonds sowieso schon kurz vor der Pleite steht.

Dem österreichischen Insolvenzfonds, der Beschäftigte absichert, wenn ihr Arbeitgeber insolvent wird, droht die Pleite. Wie berichtet, rechnet Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) für 2027 mit einer Lücke in Höhe von 155 Millionen Euro.

Das kritisierte der Rechnungshof, denn der Fonds muss per Gesetz ausreichend gefüllt sein. Präsidentin Margit Kraker hält deshalb eine Anhebung der Beitragssätze in den nächsten beiden Jahren für erforderlich. Das will Schumann auch tun. Doch die Koalitionspartner stemmen sich dagegen.

Margit Kraker, Präsidentin des Bundesrechnungshofes, sieht es gleich wie Ministerin Korinna ...
Margit Kraker, Präsidentin des Bundesrechnungshofes, sieht es gleich wie Ministerin Korinna Schumann: Die Beitragssätze müssen angehoben werden.(Bild: Achim Bieniek)

ÖVP und NEOS pochen darauf, zunächst die Ausgabenseite und die Struktur des Fonds zu prüfen. In der Hoffnung, dass man so das fehlende Geld einsparen könne. An zusätzlichen Mitteln für den Fonds wird aber wohl kein Weg vorbeiführen.

Wie die „Krone“ erfuhr, bespricht man gerade einen Zuschuss aus dem eigentlich ebenso knappen Budget als alternative Möglichkeit. Damit könnte der Fonds gefüllt werden, ohne die Lohnnebenkosten zu erhöhen.

Keine Rückzahlung wegen „Gutgläubigkeit“
Für Aufregung sorgte vor diesem Hintergrund ein weiterer Kritikpunkt des Rechnungshofs: Dem Geschäftsführer des Fonds wurden knapp 30.000 Euro zu viel bezahlt – zurückgefordert wurde das Geld nicht.

Die Nachzahlung sei durch eine Anpassung des Besoldungsdienstalters zustande gekommen. Als sich herausgestellt habe, dass die Berechnung zu hoch war, sei das Geld bereits „gutgläubig verbraucht“ gewesen. Das Ressort vertrete die Rechtsansicht, dass eine Rückforderung deshalb nicht möglich sei.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung