Vor 1,5 Jahren

Nach Großbrand schreitet der Wiederaufbau voran

Tirol
18.10.2026 17:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Meterhohe Flammen, dichter Rauch und hunderte Einsatzkräfte: Die Bilder des Großbrandes in der Recyclinganlage in Nußdorf-Debant (Bezirk Lienz) Ende Juni 2025 sind vielen Menschen in Tirol noch in Erinnerung. Knapp 1,5 Jahre später steht der Standort im Zeichen des Wiederaufbaus.

Bei einem Lokalaugenschein informierte sich Landeshauptmann Anton Mattle am Samstag über den Stand der Arbeiten, neue Sicherheitsvorkehrungen und geplante Recyclingtechnologien. Insgesamt investiert die Betreiberfirma bis Ende 2028 rund 45 Millionen Euro in die Modernisierung.

Damit sollen der Brandschutz verbessert, mehr Wertstoffe wiederverwertet und Abfalltransporte verstärkt auf die Schiene verlagert werden.

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Der Großbrand hat gezeigt, wie rasch ein Brandereignis zur Herausforderung für eine ganze Region werden kann. Mein besonderer Dank gilt den Einsatzkräften.

LH Anton Mattle

Infrastruktur soll Ende 2026 fertig sein
Mit dem Wiederaufbau setzt die Betreiberfirma Rossbacher GmbH auf eine umfassende Modernisierung des Abfallwirtschaftszentrums. Von den geplanten 45 Millionen Euro entfallen rund vier Millionen Euro auf den Brandschutz.

LH Anton Mattle, Lukas Rossbacher, BM Andreas Pfurner (Nußdorf-Debant) und Franz Rossbacher.
LH Anton Mattle, Lukas Rossbacher, BM Andreas Pfurner (Nußdorf-Debant) und Franz Rossbacher.(Bild: Land Tirol/Fitsch)

Die Halleninfrastruktur soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden, die Anlagentechnik befindet sich derzeit in der Genehmigungsphase. Der Ausbau der Bahninfrastruktur ist für 2027 und 2028 vorgesehen.

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Der Brand war für unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein einschneidendes Ereignis.

Franz Rossbacher

Vollautomatische Sortieranlage eines der „Herzstücke“
Herzstück werden eine vollautomatische Kunststoffsortieranlage sowie eine sogenannte Ressourcenrückgewinnungsanlage. Erstere soll Verpackungskunststoffe für rund 500.000 Einwohner verarbeiten und die bisherige Sortierleistung verdoppeln. In der Ressourcenrückgewinnungsanlage sollen bis zu 60 Prozent der in Sperrmüll sowie Gewerbe- und Baustellenabfällen enthaltenen Wertstoffe zurückgewonnen werden. Damit bleiben wertvolle Rohstoffe im Kreislauf und Abfallmengen, die thermisch verwertet werden müssen, können reduziert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau des Bahnanschlusses. Durch die verstärkte Verlagerung von Abfalltransporten auf die Schiene könnten laut Unternehmensangaben künftig bis zu 4000 Lkw-Fahrten im Bezirk Lienz eingespart werden.

Das entlastet die Straßen und trägt zum Klima- und Umweltschutz bei.

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