Haft für Beteiligte
247 Kindergartenkinder in China mit Blei vergiftet
In einem chinesischen Kindergarten sind 247 Kinder mit bleihaltigem Essen vergiftet worden. Auch Beschäftigte waren betroffen. Laut einem Gericht in der Stadt Lanzhou hatten die Betreiberin und die Kindergartenleitung das Küchenpersonal angewiesen, gesundheitsschädliche Stoffe unter die Speisen zu mischen.
Die Farben sollten die Mahlzeiten ansprechender machen und für den Kindergarten werben. Sie wurden in einem Kuchenteig und in gefüllten Teigrollen entdeckt. Die Verpackungen hätten ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Farben nicht zum Verzehr geeignet seien, hieß es. In zwei untersuchten Speiseproben lag der Bleigehalt mehr als 2000-mal so hoch, wie es der chinesische Lebensmittelstandard erlaubt.
Laut einem Untersuchungsbericht wurden bei 247 Kindern nach dem Verzehr der Speisen erhöhte Bleiwerte im Blut festgestellt. Auch Beschäftigte waren betroffen. Die mit der Untersuchung Beauftragten deckten zudem Versäumnisse bei Behörden und medizinischen Einrichtungen auf. So waren die Bluttestergebnisse der Kinder in einem örtlichen Krankenhaus nachträglich nach unten verändert worden. Die Behörden leiteten damals Untersuchungen gegen zahlreiche Verantwortliche ein.
Der Fall war bereits im Juli 2025 bekannt geworden. Jetzt wurde die Betreiberin des Kindergartens zu lebenslanger Haft verurteilt. Fünf weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten Gefängnisstrafen zwischen sechs und 15 Jahren.

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