Dramatische Stunden

Alpinisten erschöpft: Eisige Nacht am Großglockner

Tirol
12.10.2026 11:13

Der Gipfelsieg wurde zum eisigen Albtraum! Zwei junge ungarische Bergsteiger (19 und 20 Jahre) gerieten am Großglockner in der Dunkelheit und bei widrigen Wetterbedingungen in Bergnot. Eine Hubschrauberbergung war aufgrund von Nebel nicht möglich. Sechs Bergretter kämpften sich daraufhin in der Nacht zu den erschöpften Alpinisten vor. Erst am Montagmorgen konnten die beiden ins Tal geflogen werden.

Es sollte eine Tour auf den höchsten Berg Österreichs werden – doch für die zwei jungen Ungarn endete der Ausflug mit einem dramatischen Rettungseinsatz. Am Sonntag war das Duo über den Normalweg von der Stüdlhütte auf den Großglockner unterwegs. Doch der Aufstieg verlief nur sehr schleppend. Erst gegen 16 Uhr erreichten sie laut Polizei den Gipfel.

Schnellster Weg wurde zum Verhängnis
„Weil sich ihr Gesundheitszustand zunehmend verschlechterte, wollten die beiden Ungarn so rasch wie möglich wieder absteigen“, so die Ermittler. Auf der Suche nach der schnellsten Route fragten sie andere Bergsteiger um Rat. Dabei wurde ihnen der anspruchsvolle Stüdlgrat empfohlen.

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Gegen 19.20 Uhr setzten die beiden Männer schließlich einen Notruf ab.

Die Alpinpolizei

Doch beim Abseilen wurde die Lage immer schwieriger. Die Dämmerung setzte ein –  es herrschte starker Wind und die Kälte machte den Alpinisten zu schaffen. Schließlich kamen die jungen Männer nicht mehr weiter. „Gegen 19.20 Uhr setzten sie einen Notruf ab“, schildert die Alpinpolizei.

Mit Hubschrauber zur Nebelgrenze
Eine Hubschrauberbergung sei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich gewesen. „Deshalb wurden sechs Bergretter der Ortsstelle Kals am Großglockner mit einem nachtflugtauglichen Hubschrauber bis zur Nebelgrenze auf rund 2800 Meter Seehöhe gebracht“, so die Ermittler weiter. Von dort ging es für die Einsatzkräfte dann zu Fuß weiter.

Retter trafen um kurz vor 1 Uhr bei Duo ein
Erst Stunden später, gegen 0.50 Uhr, trafen die Retter bei den beiden Ungarn ein. Nach einer kurzen Versorgung machten sich alle gemeinsam auf den Weg zur Adlersruhe. Gegen 3 Uhr erreichte die Gruppe die Schutzhütte.

Aufatmen erst um 7.30 Uhr in der Früh
Dort warteten die Bergretter und die beiden Alpinisten bis zum Beginn der Morgendämmerung. Anschließend setzten sie den Abstieg in Richtung Ködnitzkees fort. Erst gegen  7.30 Uhr kam schließlich die erlösende Nachricht: Der Polizeihubschrauber konnte die gesamte Gruppe aufnehmen und sicher ins Tal fliegen.

Nach der dramatischen Nacht gab es zumindest ein erfreuliches Ende: Die beiden Ungarn waren lediglich unterkühlt und blieben ansonsten unverletzt.

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