Vogelgrippe
H5N1-Virus hat den Bodensee erreicht
Ausland
24.02.2006 14:55
Das Vogelgrippe-Virus H5N1 hat auch den Bodensee und damit ein drittes deutsches Bundesland erreicht. Bei einer Wildende in Baden-Württemberg und außerdem bei zwei Wildenten im Osten Schleswig-Holsteins sei der Erreger nachgewiesen worden, teilte das Friedrich- Loeffler-Institut (FLI) auf der Ostseeinsel Riems am Freitag mit.
Es stehe nach dem derzeitigen Untersuchungsstand noch nicht fest, ob es sich um die gefährliche (hoch pathogene) oder um eine niedrig pathogene Variante handele, sagte die Sprecherin des Instituts, Elke Reinking. Die Tests zur Unterscheidung liefen, Ergebnisse seien Anfang nächster Woche zu erwarten.
Bereits 2004 war laut FLI in Frankreich ein schwach pathogenes H5N1-Virus bei einer Wildente entdeckt worden. In Norditalien wurde 2005 bei einer Wildente eine ungefährliche H5N1-Variante nachgewiesen. Diese tauche häufig bei europäischen Wasservögeln auf und habe nichts mit dem auch für Menschen gefährlichen asiatischen Typ zu tun, teilten italienische Forscher damals mit.
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