Auch wenn es um tierische Mitgeschöpfe in verzweifelter Lage geht, sind die steirischen Bergexperten im Einsatz. Danke dafür!
Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her: Viele von uns kennen diesen alten, tröstlichen Spruch noch. Und dieses Licht ist in vielen, verzweifelten, gar aussichtslos scheinenden Fällen die steirische Bergrettung. Sie ist buchstäblich oft letzte Chance für Menschen, die sich in alpine Notlagen gebracht haben. Aber auch für Tiere. Sie ist in vielen Fällen tatsächlich Lebensretter.
„Natürlich weiß niemand von uns, was ein Tier so denkt“, sagt Andreas Stockreiter von der Einsatzgruppe Tragöß. „Aber man hat schon das Gefühl, dass so etwas wie Hoffnung oder Dankbarkeit in ihren Augen aufblitzt, wenn wir kommen.“ Etwa wenn eine Kuh oder ein Ochse auf der Alm in einer Doline oder einem Spalt feststeckt, oft schon länger, völlig allein, hilflos, verletzt, einem grässlichen Tod entgegensehend.
„Für solche Einsätze brauchen wir schon richtige ,Manpower‘ – aber es melden sich auch immer gleich viele“, lobt Stockreiter sein engagiertes Team, das in Tragöß (wo allein schon durch die zerklüftete Landschaft die meisten solcher Einsätze nötig sind) aus gut 30 Leuten besteht.
Zweibein hilft Rettern
Der Einsatz ist aufwendig, „oft in unwegsamstem Gelände, manchmal müssen wir uns den Weg durch ein Latschenfeld zuerst freischneiden“. Gerufen werden die Retter meist vom Halter, der ein verlorenes Tier gesucht und gefunden hat. „Was oft sehr schwierig ist in so einem Gelände. Manche findet man leider nie.“
Aber wenn die Bergretter anrücken, dann besteht eine gute Chance, selbst wenn die Ausgangslage verzwickt ist. „Das Tier steckt meist so fest, dass man nicht gleich weiß, wie man die Seile um seinen Körper anbringen kann“, so Stockreiter.
Auszeichnung des Landes
Für den Einsatz wurde extra ein sogenanntes Zweibein aus vier Meter langen, zusammengeschraubten Baumstämmen angefertigt, das wie ein umgedrehtes V an der Einsturzstelle angebracht wird. Mittels Seilzug wird die Rettung dann durchgeführt.

Das größte Dankeschön, das die Steirer bekommen können, ist es, wenn das Tier aus der misslichen Lage gerettet ist und munter davonstapft. „Das ist so schön!“ Dafür bekamen die wunderbaren Bergretter völlig verdient den Tierschutzpreis von Landesrat Hannes Amesbauer und der „Krone“. Danke für euren grandiosen, tierischen Einsatz!
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