Schwere Vorwürfe

Betrug, Belästigung: Militärdekan unter Verdacht

Steiermark
06.10.2026 19:07

Schwere Vorwürfe stehen seit einiger Zeit gegen einen renommierten Militärdekan aus der Steiermark im Raum. Mit zunehmender Erhebungsdauer der Behörden werden sie immer massiver. Es geht um Betrug und sexuelle Belästigung, die Grazer Staatsanwaltschaft ermittelt.

Wie Christian Kroschl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, bestätigt, wird gegen den bald 61-jährigen Seelsorger, dem in der Steiermark in der Vergangenheit höchste Ehren zuteilgeworden waren, nun auch wegen schweren Betrugs ermittelt. Er soll dabei seine Amtsstellung, wie es im Juristendeutsch heißt, ausgenützt und die Amtsgewalt missbraucht haben.

Dazu kommt noch der Verdacht sexueller Übergriffe und beharrlicher Verfolgung: Einer 21-jährigen Soldatin soll der Pfarrer im Vorjahr eindeutig zweideutige Nachrichten geschrieben und sie gestalkt haben. Laut „Kurier“ soll er sie als „wahre stramme Soldatin“ bezeichnet und zu gemeinsamen Gottesdiensten eingeladen haben.

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Der Militärdekan ist vom Dienst enthoben, gegen ihn wurde bereits im Vorjahr ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Michael Bauer, Sprecher des Bundesheeres

„Es handelt sich um ein laufendes Verfahren, der Mann ist vom Dienst enthoben“, sagt Michael Bauer vom Bundesheer dazu zur „Krone“. Man habe bereits ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das bis zum Abschluss des Strafverfahrens allerdings ruhend gestellt sei. Der bekannte Militärdekan, für den die Unschuldsvermutung gilt, wurde aus der Steiermark abgezogen und nach Wien versetzt.

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