Drama in Frankreich

Geistig Verwirrter raste mit Pkw in Menschenmenge

Ausland
22.12.2014 06:08
In der französischen Stadt Dijon hat ein Mann am Sonntagabend sein Auto unter "Allahu Akbar"-Rufen in Fußgängergruppen gesteuert und dabei elf Menschen zum Teil schwer verletzt. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, ist der Autofahrer wahrscheinlich geistig verwirrt. Er werde in einem psychiatrischen Krankenhaus behandelt, hieß es.

Nach Polizeiangaben fuhr der 30-jährige Mann an fünf verschiedenen Stellen im Zentrum von Dijon in Gruppen von Passanten. Elf Menschen erlitten demnach leichte Verletzungen, zwei weitere wurden schwer verletzt, waren aber "über dem Berg". Zeugen berichteten, der Mann habe "Allahu Akbar" (Arabisch für Gott ist groß) gerufen und erklärt, dass er "für die Kinder Palästinas" handle.

Weiterer Vorfall: Messerattacke auf Polizisten
Erst am Samstag hatte ein 20-jähriger Mann in einem Polizeikommissariat des Ortes Joue-les-Tours nahe der Stadt Tours drei Polizisten mit dem Messer verletzt, bevor die Polizei ihn erschoss. Auch er rief nach Polizeiangaben "Allahu Akbar". Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve sagte am Sonntagabend, der zum Islam konvertierte Täter von Joue-les-Tours erscheine ihm "sowohl rätselhaft als auch seelisch gestört".

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