„Krone“-Kommentar

Mehr ausgeben als einnehmen?

Kolumnen
03.10.2026 06:00
Porträt von Georg Wailand
Von Georg Wailand

Die neuesten Zahlen zeigen in Österreich ein klares Bild: Im ersten Halbjahr hat der Staat fröhlich 140,9 Milliarden Euro ausgegeben, eingenommen hat er 129,7 Milliarden.

Viele Haushalte werden dieses Problem kennen: Wer auf Dauer mehr ausgibt als er einnimmt, wird in Probleme geraten. Dort ist Österreich schon längst gelandet: Seit 2025 befinden wir uns in einem EU-Defizitverfahren. Die Maastricht-Kriterien würden drei Prozent Neuverschuldung erlauben, bei einer Obergrenze von 60 Prozent. Österreich ist aber bei 83,6 Prozent angelangt. Von weniger ausgeben kann keine Rede sein. Allein im ersten Halbjahr ist die Schuldenlast neuerlich um 20,5 Milliarden Euro angestiegen.

War wirklich alles so notwendig? Wie steht es mit der Sparsamkeit?

Der Staat greift so massiv wie nie zuvor in die Taschen der Bürger – gleichzeitig werden die höchsten Steuern abverlangt. Bei den vielen Steuern gibt es kein Ende: Die Liste ist endlos, Mehrwertsteuer, Lohnsteuer, Einkommensteuer, ja, die kennt man, aber es gibt noch sehr viele andere: Mineralölsteuer, Kapitalertragsteuer, Grunderwerbssteuer, Kommunalsteuer, Kfz-Steuer, Immobilienertragssteuer, Elektrizitätsabgabe, Grundsteuer, Tabaksteuer, Werbeabgabe, sogar eine Versicherungssteuer wird verlangt.

Der Staat kriegt den Hals nicht voll und will noch höhere Steuern von uns? Da läuft was falsch im Staate Österreich …

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