Heftige Aussagen vom ehemaligen Vereinsvorsitzenden von Manchester City. David Bernstein fordert nämlich einen Zwangsabstieg des Klubs, falls es zu einem endgültigen Schuldspruch kommt.
„Die Sanktionen dürfen nicht nur finanzieller Natur sein, sie müssen weit darüber hinausgehen. Wenn die Berufung des Klubs scheitert, kann City nicht in der Liga bleiben“, kommentiert Bernstein gegenüber der „BBC“.
Von 1998 bis 2003 war Bernstein Vereinsvorsitzender bei den „Citizens “, anschließend auch zwei Jahre an der Spitz des englischen Fußballverbandes FA. Von den Vorgängen bei seinem ehemaligen Verein zeigt sich der 83-Jährige schockiert.
„Es ist sehr, sehr ernst. Ich finde es schrecklich. Es geht um einen Fußballverein, der Teil einer Liga ist, und die gesamte Glaubwürdigkeit der Liga steht auf dem Spiel“, so der Brite und weiter: „Es handelt sich um eine tief verwurzelte Form von Betrug, und wenn es so ist, ist dies etwas so Ernstes, dass es über die Fußballbehörden hinausgeht.“
Verein kündigt Berufung an
Manchester City ist wegen Verstößen gegen die Finanzregularien der englischen Fußball-Premier-League in allen wesentlichen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden. Das teilte die Liga am Dienstag mit. Der Verein habe falsche Jahresabschlüsse vorgelegt und die Ausgabengrenzen der Premier League und der UEFA „erheblich“ überschritten.
Während der Untersuchung habe Manchester City mehrfach gegen seine Pflichten zur Zusammenarbeit verstoßen. Der Klub bestreitet weiterhin jegliches Fehlverhalten und kündigte Berufung gegen die Entscheidung an. Alle denkbaren Sanktionen der Premier League liegen den Medienberichten zufolge weiter auf dem Tisch. Sie reichen von einer Geldstrafe über Punktabzüge und die Aberkennung von Titeln bis zu einem möglichen Zwangsabstieg. Die Liga selbst sprach offiziell von „Geldstrafen, Punktabzügen und sonstigen sportlichen Sanktionen“.
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