Überraschende Artikel

Stadt Salzburg versteigerte rare Fundschätze

Salzburg
30.09.2026 09:00

Verloren, versteigert und als Ganzes verkauft! Das Fundservice der Stadt Salzburg versteigerte wieder seine gelagerten Fundstücke in einem Zug an einen Meistbietenden. Mit dabei waren diesmal ziemlich exklusive Schätze und verdächtig viele Elektroroller. Dazwischen war alles Mögliche dabei.  

Was haben zwei alte Schreibmaschinen, eine hochwertige Kindergeige, E-Scooter, Airpods, haufenweise Koffer und antike Taschenuhren gemeinsam? Richtig, sie alle wurden in den vergangenen Monaten von Salzburgern oder Stadtbesuchern vergessen, verloren oder in manch einem Fall absichtlich stehen gelassen.

Das Fundservice der Stadt Salzburg versteigerte am Dienstag wieder alle Fundgegenstände, die länger als ein halbes Jahr aufbewahrt worden sind. Der Meistbietende musste ein Angebot von mindestens 1500 Euro abgeben und die über 1000 Waren als Ganzes mitnehmen.

Mit der hochwertigen Kindergeige ...
Mit der hochwertigen Kindergeige ...(Bild: Markus Tschepp)
... und einer Taschenuhr könnte sich der neue Besitzer zu Halloween fast schon als Mozart ...
... und einer Taschenuhr könnte sich der neue Besitzer zu Halloween fast schon als Mozart verkleiden.(Bild: Markus Tschepp)

„Zum Weiterverkauf bieten sich die meisten Artikel sehr gut an. Das Fundbüro lagert heuer mehrere Musikinstrumente. Daneben auch technische Geräte wie Kopfhörer oder Fotoapparate von bekannten Marken wie Canon oder Sony. Sogar ein verpackter Fernseher ist dabei“, sagte der stellvertretende Fundbüroleiter Franz Hödlmoser zur „Krone“.

Schreibmaschinen strahlen aus alten Zeiten
Und wie passiert es, dass jemand seine Schreibmaschine verliert? „In den Zügen lassen Menschen oft ihre Sachen liegen“, so der Mitarbeiter.

Mit Abstand am häufigsten verloren gegangen sind Koffer, ungefähr 30 an der Zahl. Dabei sind ...
Mit Abstand am häufigsten verloren gegangen sind Koffer, ungefähr 30 an der Zahl. Dabei sind diese gar nicht so günstig.(Bild: Markus Tschepp)
Aber auch ca. 20 Elektroroller wurden – teilweise vermutlich bewusst – „vergessen“.
Aber auch ca. 20 Elektroroller wurden – teilweise vermutlich bewusst – „vergessen“.(Bild: Markus Tschepp)

Der Gewinner dürfte sich heuer über rekordverdächtig viele E-Scooter freuen. „Wir haben ca. 20 Elektroroller gesammelt.“ Je nach Zustand kann ein Stück schon mehrere Hundert Euro kosten. Wie jedes Jahr wurde auch diesmal viel Silberschmuck gefunden. Goldteile dürfe die Stadt nicht verkaufen, diese würden dem Dorotheum übergeben.

Es fanden sich aber auch Kleinigkeiten wie Inline Skates, Helme oder Kleidung – bis hin zu Kuriositäten wie ein originalverpackter Billardstock. Laut Hödlmoser haben diesmal ungefähr zehn Sammelfreudige ein Angebot gemacht. Sie konnten die Fundstücke in 15-minütigen Slots begutachten. Am Nachmittag wurde ein Gewinner auserkoren. Dieser wollte anonym bleiben.

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