Der Innsbrucker Hauptbahnhof ist Dienstagfrüh wegen des Verdachts auf einen Gasaustritt kurzzeitig evakuiert worden. Letztlich stellte sich aber heraus, dass es im Zuge von Umbauarbeiten in einem Lebensmittelgeschäft zu einem größeren Kühlmittelaustritt gekommen war. Am Nachmittag gab die Polizei weitere Details bekannt.
Gegen 8 Uhr wurden die Einsatzkräfte via Leitstelle Tirol alarmiert. „Gasaustritt Sonderbau – Innsbruck, Südtiroler Platz“, hieß es. Der Hauptbahnhof – die Halle samt den Geschäften und Unterführungen – musste aus Sicherheitsgründen geräumt werden. Auch der Zugverkehr wurde durch die Sperre massiv beeinträchtigt, fast lahmgelegt, da Fahrgäste von den Bahnsteigen nicht weggekommen bzw. nicht dorthin gekommen wären.
Ein 20-jähriger ungarischer Arbeiter hatte irrtümlich eine noch in Betrieb befindliche Kühlmittelleitung durchtrennt.
Die Polizei
Mittel auch in Halle gelangt
Wie sich schließlich herausstellte, war es im Zuge von Umbauarbeiten in einem Lebensmittelgeschäft im Untergeschoss zu einem größeren Kühlmittelaustritt gekommen. „Ein 20-jähriger ungarischer Arbeiter hatte irrtümlich eine noch in Betrieb befindliche Kühlmittelleitung durchtrennt“, schilderte die Polizei am Nachmittag.
Kühlmittel sei daraufhin auch in die Bahnhofshalle gelangt. „Der Hauptbahnhof wurde vorübergehend gesperrt. Durch die Berufsfeuerwehr Innsbruck wurde das ausgetretene Kühlmittel abgesaugt“, hieß es weiter.
Keine Gefahr für Menschen
Für Personen habe keine Gefahr bestanden, verletzt wurde niemand. Die Sperre konnte gegen 9 Uhr wieder aufgehoben werden.
Nur einzelne Züge aus dem Oberland konnten während dieser Zeit den Hauptbahnhof ansteuern und an den Stützgleisen 21 und 22 halten. Andere Züge – insbesondere jene aus dem Unterland kommend – mussten die Sperre abwarten. Viele Passagiere mussten oder konnten bei der Haltestelle Messehalle aussteigen. Nach Beendigung der Sperre lief der Zugverkehr wieder an.
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