Die Zahl der registrierten Schusswaffen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Von 1,531.963 Schusswaffen im Zentralen Waffenregister (ZWR) am 1. September 2025 stieg die Zahl auf 1,574.520 am 1. September 2026. Das sind in einem Jahr um 42.557 mehr.
Der an sich seit mehreren Jahren bestehende Trend ist insofern bemerkenswert, als das Waffenrecht im Nachgang des Amoklaufs am Grazer BORG Dreischützengasse im Juni des Vorjahres verschärft wurde. Mit Oktober 2025 traten die ersten strengeren Vorschriften in Kraft, die letzte Stufe erlangte heuer im April Gesetzeskraft.
Zahl der Waffenbesitzer gestiegen – aber weniger stark
Bemerkenswert ist aber auch, dass die Zahl der Waffenbesitzer deutlich weniger stark anstieg als die Zahl der Schusswaffen. Sprich: Der Trend geht zur Zweit- oder Drittwaffe. Demnach gab es laut einem Bericht des „Standard“ um knapp 5000 Waffenbesitzer mehr.
Dies schließt sowohl die Inhaber eines Waffenpasses, der auch zum Mitführen des Schießgeräts berechtigt, als auch die Inhaber von reinen Besitzkarten mit ein. In Österreich gibt es in Summe derzeit rund 380.000 Waffenbesitzer.
Zugang sollte erschwert werden
Ziel der Verschärfung des Waffenrechts war eigentlich, den Zugang zu erschweren. So wurde das Mindestalter für Schusswaffen der Kategorie B – Faustfeuerwaffen, Repetierflinten sowie halbautomatische Schießgeräte – von 21 auf 25 Jahre angehoben, für Kategorie C (Gewehre, die nach jedem Schuss händisch nachgeladen werden müssen) von 18 auf 21 Jahre.
Zur Erklärung: Bei Waffen der Kategorie A handelt es sich um verbotene Waffen und Kriegsmaterial, für die man ohnehin eine Sondergenehmigung benötigt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.