Ein ungewöhnlicher Vorstoß kommt jetzt von der oppositionellen Liste Fritz im Tiroler Landtag. Sie spricht sich für ein Handy-Verbot für Politikerinnen und Politiker aus. Tenor: „Einander zuhören anstatt aufs Handy schauen!“
Dass der Vorschlag dazu ausgerechnet von Politikern selbst kommt, sorgt dann doch für Verwunderung. Geht es nach den drei Abgeordneten der Liste Fritz, dann soll es künftig bei Landtagssitzungen in Tirol ein teilweises Handy-Verbot für die Abgeordneten und Regierungsmitglieder geben.
Wenn wir von Kindern und Jugendlichen verlangen, das Handy auch einmal wegzulegen und sich zu konzentrieren, muss die Politik mit gutem Beispiel vorangehen.
Liste-Fritz-Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider
Smartphone weg und zuhören
Konkret geht es um die Aktuelle Stunde und die Fragestunde. Dabei soll künftig auf Handys, Tablets, Laptops und vergleichbare elektronische Geräte, die für Ablenkung sorgen könnten, verzichtet werden.
„Zuhören ist demokratische Qualität“
„Wenn wir von Kindern und Jugendlichen verlangen, das Handy auch einmal wegzulegen und sich zu konzentrieren, muss die Politik mit gutem Beispiel vorangehen. Gerade Fragestunde und Aktuelle Stunde leben davon, dass wir Fragen ernst nehmen, Argumente hören und einander zuhören. Einander zuhören ist eine demokratische Qualität“, erklärt Liste-Fritz-Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider.
Ein entsprechender Antrag wird bei der Sitzung des Tiroler Oktober-Landtages, der am Mittwoch startet, eingebracht. Dass es dafür eine Mehrheit geben wird, ist mehr als fraglich. Denn keiner will sich wohl von den „Fritzen“ vorschreiben lassen, ob und wann sie Handy und Co. benutzen.
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