Vier Jahre lang prägten Bagger und Baustellen das Bild entlang der Ill, jetzt ist das Werk vollbracht: Die Feldkircher Innenstadt kann extremen Fluten künftig standhalten. Am Samstag feierte die Stadt den Abschluss eines der aufwendigsten Schutzprojekte der vergangenen Jahre.
Damit der Fluss bei Starkregen nicht mehr über die Ufer tritt, beseitigten die Arbeiter die wohl größte Schwachstelle: Die enge Kapfschlucht wurde aufgeweitet, um dem Wasser mehr Platz zu verschaffen. Ergänzend dazu entstand eine neue Verkehrsgalerie. Weil auch alte Brücken den Fluss stauten, riss man die Heilig-Kreuz-Brücke und die Montfortbrücke ab und baute sie komplett neu. Ohne diesen Umbau hätten schwere Unwetter große Teile der Wohnviertel und Betriebe unter Wasser gesetzt.
„Während hier gebaut wurde, ging das Leben in Feldkirch weiter: Menschen mussten zur Arbeit, Geschäfte waren geöffnet und der Verkehr musste fließen. Unter diesen Bedingungen zu bauen, Rücksicht auf Anrainer zu nehmen sowie Leitungen und Denkmalschutz zu berücksichtigen, verlangt Können und Umsicht“, blickte Landesrat Christian Gantner (ÖVP) im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten auf die aufwendigen Arbeiten zurück.
Bund und Land teilen sich den Großteil der Kosten
Insgesamt flossen rund 28,6 Millionen Euro in die Bauarbeiten. Den Hauptteil teilen sich Land und Bund: Vorarlberg übernimmt 40 Prozent, knapp 11,4 Millionen Euro kommen vom Bund. Den Rest von rund 20 Prozent trägt der regionale Wasserverband Ill-Walgau gemeinsam mit der Stadt Feldkirch.
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