Das Privatmuseum der Sammlung Hans Bäumler zeigt ab sofort eine neue Sonderausstellung: Unter dem Titel „Grüne Kuh und Ziegenbock. Das große Tier-ABC“ präsentiert das Haus in Hohenems rund 75 Werke aus der Zeit von 1900 bis 1930.
Den Ausgangspunkt bildet Franz Marcs Gemälde „Grüne Kuh“, eines der zentralen Werke der Sammlung Bäumler. Das Bild steht exemplarisch für den Wandel der Kunst um 1900, als Künstler begannen, sich von der bloßen Abbildung der Natur zu lösen. Das Alphabet führt durch Arbeiten bekannter Namen wie Emil Nolde, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Henri de Toulouse-Lautrec. Einen Schwerpunkt bilden zudem Werke teils in Vergessenheit geratener Künstlerinnen der Wiener Moderne, darunter Nora Exner, Mathilde Flögl und Lotte Calm. Auch Arbeiten des Tiermalers Ludwig Heinrich Jungnickel gehören zum Spektrum.
Premiere für ein Hauptwerk von Rudolf Wacker
Ein zentrales Exponat der Ausstellung ist das Gemälde „Puppengesellschaft mit gelbem Hund“ von 1924. Die Arbeit des Vorarlberger Malers Rudolf Wacker wird hier erstmals öffentlich gezeigt. Da Tiermotive im Werk des Hauptvertreters der Neuen Sachlichkeit selten sind, gilt die Präsentation des Bildes aus Privatbesitz als bedeutende Wiederentdeckung.
Die Schau entsteht in Zusammenarbeit mit dem MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien, das zahlreiche Leihgaben zur Verfügung stellt. Nach der Station in Hohenems wandert die Ausstellung weiter und wird von Februar bis September 2027 im Wiener MAK gezeigt.
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