„Denk Laut reloaded“

Jugend mischt 2027 wieder den Landtag in Linz auf

Oberösterreich
24.09.2026 17:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Hitzige Debatten, eigene Anträge und am Ende sogar ein gemeinsames Bier mit Politikern: Nach der Premiere 2025 kehrt der Jugendlandtag zurück. Im Februar 2027 übernehmen wieder junge Oberösterreicher für drei Tage den Landtag in Linz.

„Mein Highlight war, nach einer hitzigen Diskussion zu sehen, wie am Abend Politiker aller Parteien gemeinsam am Tisch sitzen und miteinander lachen“, erzählt Samuel Josef Hainzl. Er war 2025 beim ersten oberösterreichischen Jugendlandtag dabei. Besonders überrascht habe ihn, „wie freundschaftlich es unter den verschiedenen Parteien zugeht.“

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Davor habe ich mich gefragt, ob Jugendliche wirklich so politikinteressiert sind. Ich war begeistert, mit welcher Begeisterung 2025 alle dabei waren.

Yannick Schmuch; Teilnehmer des Jugendlandtags 2025

Drei Tage Jugendlandtag
Von 9. bis 11. Februar 2027 geht der Jugendlandtag unter dem Motto „Denk Laut reloaded“ in die zweite Runde. Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren übernehmen für drei Tage den Landtag in Linz, erarbeiten eigene politische Anliegen und stimmen über ihre eingebrachten Anträge ab.

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Es gibt uns eine Stimme und zeigt, dass unsere Perspektiven ernst genommen werden. Gerade wir wissen, wo der Schuh unter anderem im Schulalltag drück.

Paulina Lanzer; AHS-Landesschulsprecherin

Die Premiere 2025 hat nicht nur Jugendliche wie Samuel und Yannick Schmuch überzeugt, sondern auch die Politik. Sieben Anträge wurden diskutiert, fünf davon mehrheitlich angenommen. „Junge Ideen, Begeisterung für Demokratie und lebhafte Diskussionen – davon wollen wir mehr“, sagt Landtagspräsident Max Hiegelsberger.

Nahmen beim Jugendlandtag 2025 teil: Samuel Josef Hainzl und Yannick Schmuch
Nahmen beim Jugendlandtag 2025 teil: Samuel Josef Hainzl und Yannick Schmuch(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

Im Oktober werden 1000 zufällig ausgewählte Jugendliche eingeladen. Ehemalige Teilnehmer wie Samuel und Yannick unterstützen als „Demo-Guides“. Für Samuel hat der erste Jugendlandtag eines gezeigt: Unterschiedliche politische Ansichten müssen Menschen nicht trennen. „Nur weil jemand eine andere politische Meinung hat, ist er nicht automatisch schlechter oder doof.“

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