Ein Tiertransporter ohne funktionierende Bremsen und ein mit mehreren Tonnen Schotter beladener Anhänger, dessen Achsaufhängung mit einer Schnur gesichert war: Bei Kontrollen im Bezirk Lilienfeld entdeckte die Polizei teils lebensgefährliche Mängel. Sechs Fahrzeuge durften nicht weiterfahren.
Sechs ausgewachsene Milchkühe an Bord – aber keine einzige funktionierende Bremse: Bei einem Schwerpunkt der Polizei im Bezirk Lilienfeld zogen die Kontrolleure einen besonders gefährlichen Tiertransporter aus dem Verkehr.
Das Gespann bestand aus einer Zugmaschine und einem nicht zum Verkehr zugelassenen landwirtschaftlichen Anhänger. Dessen Druckluftbremse zeigte an allen vier Rädern keinerlei Wirkung. Einer der Reifen war zudem an der Seitenwand so schwer beschädigt, dass bereits das rostige Stahlgewebe sichtbar war. Auch das Gehäuse der hinteren Beleuchtung war gebrochen.
Tiere mussten umgeladen werden
Die Polizei untersagte die Weiterfahrt sofort. Ein Viehhändler aus der Umgebung übernahm den Abtransport der sechs Kühe.
Nur kurze Zeit später stießen die Beamten auf das nächste gefährliche Gespann. Auf einem ebenfalls nicht zugelassenen Anhänger lagen mehrere Tonnen Schotter. Ein Reifen war bis zum Stahlgewebe beschädigt, an der hinteren Achse waren beide Seiten des Stabilisators abgerissen.
Besonders erschreckend: Auf der linken Seite war die beschädigte Lagerung lediglich mit einer Schnur gegen das Herabfallen gesichert. Rost an den Bruchstellen deutete darauf hin, dass der Schaden bereits länger bestand. Auch dieser Anhänger durfte keinen Meter mehr weiterfahren.
17 von 21 Fahrzeugen beanstandet
Insgesamt kontrollierten die Landesverkehrsabteilung und Sachverständige des Landes Niederösterreich 21 land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge. Bei 17 davon stellten sie 52 schwere Mängel sowie neun Mängel mit „Gefahr im Verzug“ fest. Sechs Lenkern wurde die Weiterfahrt untersagt.
Zusätzlich erstatteten die Beamten 15 Anzeigen wegen Verstößen in den Bereichen Gefahrgut, Ladungssicherung und Güterbeförderung. Vier Sicherheitsleistungen in insgesamt vierstelliger Höhe wurden eingehoben. Die Lenker beziehungsweise Zulassungsbesitzer der beanstandeten Fahrzeuge werden bei der Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld angezeigt.
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