Koffeinhaltige Produkte, die geschmacklich süß und optisch auffällig gestaltet sind, richten sich zunehmend gezielt an Kinder und Jugendliche. Bei etlichen Erzeugnissen kann die empfohlene tägliche Höchstmenge für diese Altersgruppen rasch überschritten werden.
Zwar gilt ein mäßiger Konsum von Koffein als unbedenklich, doch viele der untersuchten Waren enthalten nach Angaben der Experten des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) überraschend hohe Mengen davon.
Für Kinder und Jugendliche gelten laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bis zu drei Milligramm Koffein pro Kilo Körpergewicht und Tag als unbedenklich. Ein 40 Kilogramm schweres Kind sollte demnach nicht mehr als 120 Milligramm Koffein am Tag aufnehmen.
Koffein auch in Schokolade
Doch Koffein ist nicht nur in Kaffee oder Energdrinks enthalten. Zum Vergleich: Eine halbe Tafel Vollmilchschokolade (50 Gramm) bringt es laut den Fachleuten auf rund zehn Milligramm Koffein, ein Glas Eistee auf 14, eine Dose Cola auf 35 Milligramm.
Mit einer Portion Matcha Latte konsumieren Jugendliche rund 50 Milligramm, ein durchschnittlicher Energydrink (250 Milliliter) wie Red Bull beinhaltet 80 Milligramm. Eine Tasse Filterkaffee (200 Milliliter) toppt das mit 90 Milligramm, eine Halbe-Liter-Flasche Club Mate bringt es auf 100 Milligramm. Wer mehrere Produkte kombiniert, kann die empfohlenen Mengen leicht überschreiten.
Viele Eltern denken bei Koffein zuerst an Kaffee. Tatsächlich steckt der Muntermacher heute in einer Vielzahl von Produkten.
VKI-Ernährungswissenschaftlerin Teresa Bauer
Koffeinhaltige Produkte oft nicht auf ersten Blick erkennbar
Viele koffeinhaltige Produkte seien auf den ersten Blick nicht als solche erkennbar. Warnhinweise befinden sich häufig auf der Verpackungsrückseite. Eltern sollten mit ihren Kindern über Energydrinks und andere Koffeinquellen sprechen und über mögliche Gefahren aufklären. Besonders riskant sei die Kombination mit Alkohol oder Sport.
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