In Mali gekidnappt
Hollande: “Letzte französische Geisel ist frei”
Lazarevic sei bei "vergleichsweise guter Gesundheit" trotz der "sehr strapaziösen Bedingungen seiner langen Gefangenschaft", fügte Hollande hinzu. Der Mann werde bald zurück nach Frankreich gebracht. Hollande dankte den Behörden von Niger und Mali, die an der Freilassung mitgewirkt hätten.
Lazarevic hatte die Regierung in Paris erst in einem im November veröffentlichten Video der Extremistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) um Verhandlungen zu seiner Freilassung gebeten. Aus malischen Sicherheitskreisen hieß es, Lazarevic sei in der Region Kidal im Norden des Landes freigelassen worden.
Keine Angaben, ob Lösegeld gezahlt wurde
Angaben dazu, ob Lösegeld gezahlt wurde oder ein Gefangenenaustausch stattfand, wurden abgelehnt. In den vergangenen Jahren war im Zusammenhang mit der Freilassung französischer Geiseln immer wieder die Rede von Lösegeldzahlungen, was andere Länder wie die USA strikt ablehnen. Paris hebt hervor, dass Frankreich nie Lösegeld direkt zahle. Zahlungen über Drittländer sind aber nicht ausgeschlossen.
Der heute 51-jährige Lazarevic, der neben der französischen auch die serbische Staatsbürgerschaft hat, war am 24. November 2011 im Norden von Mali entführt worden. Er war gemeinsam mit einem weiteren Franzosen, Philippe Verdon, in dem westafrikanischen Land nach Angaben seiner Familie auf einer Geschäftsreise, als beide von Bewaffneten verschleppt wurden.
Entführter Geschäftskollege getötet
Die Islamistengruppe AQMI hatte sich schon kurz nach der Verschleppung von Lazarevic und Verdon zu der Geiselnahme bekannt. Sie stufte beide als Geheimdienstagenten ein. Verdon wurde 2013 im Norden Malis tot aufgefunden, AQMI hatte ihn nach eigenen Angaben als Vergeltung für den französischen Militäreinsatz in Mali erschossen.
In dem im November von AQMI veröffentlichten Video war neben Lazarevic ein Mann zu sehen, der sich als Sjaak Rijke aus den Niederlanden zu erkennen gab. Rijke war ebenfalls im November 2011 in Mali entführt worden, allerdings unabhängig von Lazarevic. Der Franzose war in dem Video mit einem dichten Bart zu sehen, außerdem trug er eine schwarze Kappe und ein graues Gewand. Er sagte auf Französisch, dass er schwer krank und in Lebensgefahr sei.
Geiselbefreiung im Jemen endete tödlich
Erst vor wenigen Tagen hatte eine missglückte Geiselbefreiungsaktion im Jemen weltweit für Aufsehen gesorgt. Zwei Al-Kaida-Geiseln aus den USA und Südafrika kamen bei dem US-Einsatz ums Leben. Familienangehörige kritisierten den gewaltsamen Befreiungsversuch und hoben hervor, sie hätten weitere Verhandlungsversuche vorgezogen.
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