US-Geisel tot

Familie kritisiert missglückte Befreiungsaktion

Ausland
08.12.2014 14:20
Die Familie des bei einem missglückten Befreiungsversuch im Jemen getöteten Fotojournalisten Luke Somers hat die Kommandoaktion der US-Armee kritisiert. Die Familie hätte weitere Verhandlungsversuche einer gewaltsamen Befreiung vorgezogen, sagte am Montag Penny Bearman, die Stiefmutter des britisch-stämmigen US-Fotojournalisten.

Der Zeitung "The Times" sagte Bearman, auch ihr Stiefsohn hätte einer Verhandlungslösung sicherlich den Vorzug gegeben. Mit Blick auf Drohungen der Geiselnehmer vom Netzwerk Al-Kaida, den 33-Jährigen binnen 72 Stunden zu töten, sollten die USA nicht mehrere Forderungen der Kidnapper erfüllen, sagte Bearman: "Es gab schon vorher Drohungen, die nicht wahr gemacht wurden."

Somers Vater Michael sagte der BBC, hätte es keinen Rettungsversuch gegeben, wäre sein Sohn noch am Leben. Dennoch wolle er der US-Regierung keine Vorwürfe machen. "Hätten sie ihn rausgeholt, würden wir sie jetzt loben." Somers, der im September vergangenen Jahres entführt worden war, war zusammen mit einer südafrikanischen Geisel bei einem Kommandoeinsatz von US-Soldaten und irakischen Sicherheitskräften am Samstag im Südosten des Jemen getötet worden.

Getöteter Südafrikaner hätte freigelassen werden sollen
Die Witwe des getöteten Südafrikaners Pierre Korkie erklärte am Sonntagabend, ihre Familie wolle "vergeben". "Wir haben uns entschieden, uns bei den Gedanken an Pierre zu freuen und ihn in unseren Herzen weiterleben zu lassen", statt einen Streit um seine missglückte Befreiung zu führen. Korkie hätte nach Angaben einer Hilfsorganisation am Sonntag freigelassen werden sollen, dies wurde durch die missglückte Befreiungsaktion am Samstag verhindert.

Für den südafrikanischen Lehrer hatten die Geiselnehmer drei Millionen Dollar Lösegeld gefordert. Der Organisation Gift of the Givers zufolge waren bereits Vorbereitungen getroffen worden, um den 57-Jährigen auszufliegen. Der Südafrikaner und seine Frau Yolande waren Ende Mai 2013 in der Stadt Taes entführt worden, wo sie vier Jahre lang als Lehrer gearbeitet hatten. Yolande Korkie wurde im Jänner freigelassen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
08.12.2014 14:20
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung