Über 60.000 aktive Floriani sind in Oberösterreich da, wenn Hilfe benötigt wird. Dass viele auch in der Pension anpacken, zeigt etwa Albert Sperl. Der mittlerweile 66-Jährige ist im Jahr 1976 beigetreten und kümmert sich nach Jahren als Kommandant nun um das Archiv.
Jugendbetreuer, Lotsenkommandant, Schriftführer, Verantwortlicher für EDV und Öffentlichkeitsarbeit, schließlich Kommandant der FF Neukirchen/E. und wichtige Arbeiten auf Abschnitts- und Bezirksebene – diese Funktionen übte Albert Sperl in den vergangenen 50 Dienstjahren aus. Mit 16 Jahren war „Bert“ im Jahr 1976 seiner Heimatfeuerwehr Neukirchen/Enknach beigetreten. Und seither ist das Feuerwehrvirus nicht erloschen – auch nicht in der wohlverdienten Pension.
Suchtfaktor bei Übersetzung
„In Alberts Fall kann man von einem Unruhestand sprechen. Die letzten Jahre beschäftigte sich Albert intensiv mit der Transkription von historischen Feuerwehrprotokollen, um sie für alle lesbar zu machen. Derartige Schriftstücke sind im Original in der Kurrentschrift überliefert. Bert spricht dabei von einem Suchtfaktor, der bei der Übersetzungsarbeit entsteht“, schildert Magdalena Spreitzer vom Abschnittskommando Braunau.
Schulbank wird gedrückt
Als Archivar hält er außerdem ein wachsames Auge über die immer weiterwachsende Feuerwehrchronik. Dafür drückt der 66-Jährige auch noch einmal die Schulbank, besucht heuer noch den Archivar-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Linz. Welche Projekte in der nahen Zukunft anstehen, weiß Sperl noch nicht genau: „Schauen wir mal. Vielleicht finde ich im Bezirksarchiv eine Beschäftigung für einen kalten Winter.“
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