Die Möve Salzburg gibt es schon seit 1923. In dieser langen Zeit hat der Ruderverein sehr viel erlebt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde dieser vor dem Land Salzburg befreit. Im Küstenrudern hat man aktuell Hoffnungsträger.
Kaum ein Sportverein in Salzburg hat eine solche Geschichte wie der Ruderklub Möve Salzburg. Gegründet hat sich der Verein am 10. Februar 1923, das erste Bootshaus wurde an der Salzach im Bereich des heutigen Aya-Bades errichtet. „Angeblich“, erzählt Ehrenpräsident Gottfried Eisinger, „hat man den Verein so benannt, weil es damals so viele Möwen an der Salzach gegeben hat.“ Bald stellten die Gründer um Fritz Wonka fest, dass der Fluss für einen Ruderbetrieb ungeeignet war, so übersiedelte man an den Wallersee und blieb bis heute dort.
Danach wurde es turbulent: Im Anschlussjahr 1938 wurde die Möve in den nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert. Das Ende des Zweiten Weltkrieges war auch ein Ende des Rudervereins, weil er als Vereinsvermögen von den Alliierten beschlagnahmt wurde. „Die Möve war die erste Institution, die von den Amerikanern befreit worden ist, noch bevor Salzburg befreit wurde“, erklärt Eisinger.
Jahr für Jahr feierte die Möve Salzburg Erfolge
Danach begann für den Klub der Wiederaufbau. Die erste Herbstregatta 1951 am Wallersee war mit mehr als 100 Teilnehmern einer der größten Sportevents in der Nachkriegszeit in Salzburg. In den 70er Jahren begann die Arbeit von Professor Dietmar Mühlfellner Früchte zu tragen. Jahr für Jahr feierte die Möve Erfolge (1975 waren es 96 Vereinssiege).
1995 übernahm Eisinger die Leitung des Leistungszentrums. Mit Ralph Kreibich ging daraus das bislang größte Möve-Talent hervor, das sich 2007 im Einer zum Europameister krönte. Mit der Gründung des Küstenruderns und dem EM-Titel von Tabea Minichmayr 2024 sowie dem Junioren-WM-Titel 2025 von Nikolas Roidmayer mit Caroline Schwendinger setzt der Verein, dessen rund 155 Mitglieder pro Jahr gesamt bis zu 40.000 Kilometer rudern, hier seine Erfolge fort. Doch Eisinger weiß, was in dieser bemerkenswerten Geschichte fehlt: „Von der Möve war noch nie jemand bei Olympia.“
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