Ein Klatsche für Merz! Was für eine Klatsche, wie die Deutschen zu so etwas sagen, für den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz! Nach der verheerenden Niederlage seiner Union bei den Landtagswahlen im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt, wo vor zwei Wochen die rechte AfD erstmals stärkste Partei wurde, nun die nächsten beiden Niederlagen am gestrigen Sonntag. In der Hauptstadt Berlin überholten die Linken die bisher regierende CDU. Im ostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern setzte sich die AfD vor der SPD auf Platz 1, die Union stürzte dort in den Keller. Eine Klatsche, oder wie wir in Österreich sagen: Eine Watsch´n für Kanzler Merz.
Schwacher Kanzler. Merz hatte sich am Wahl-Sonntag in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen gar nicht zu Wort gemeldet, gestern dafür umso früher: Kurz nach 18 Uhr, als die ersten Hochrechnungen den Absturz der Union vermeldet hatten, stellte sich Friedrich Merz bereits ans Pult - mit einer persönlichen Erklärung. Eine solche bedeutet meistens die Verkündung eines Rücktritts. Wer das von Merz erwartete hatte sich getäuscht. Der weiter geschwächte Bundeskanzler bekräftigte, er wolle weitermachen. Beobachter und Kritiker erwarten allerdings, dass Merz noch heftigeren Gegenwind zu erwarten hat – vor allem auch innerparteilich. So viel ist fix: Gestärkt haben den deutschen Kanzler die Wahlergebnisse in diesem September sicher nicht. Und ein schwacher deutscher Kanzler wird zum Problem auch für Österreich und den Rest der EU.
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