Liga-Boss Ebenbauer

„Man muss sich bei Peter Schöttel entschuldigen!“

Fußball National
20.09.2026 20:25

Der Wechsel auf der Position des Sportdirektors des Österreichischen Fußball-Bundes schlägt weiterhin hohe Wellen! Die „Scheidung“ von Peter Schöttel nach rund neun Jahren in diesem Job wird dabei vor allem auf einer Ebene äußerst kritisch gesehen, wie nun auch Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer betonte. „Das hat nichts mit der inhaltlichen Entscheidung zu tun, aber für den Rest muss man sich einfach beim Peter entschuldigen!“

Ebenbauer betonte bei „Talk und Tore“ auf Sky Sport Austria in einer Runde mit dem ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Pröll und Ex-Teamspieler Marc Janko, dass Schöttel lange genug im Fußball-Geschäft sei, um zu wissen, wie das „Geschäft“ ablaufe mit all seinen positiven und negativen Seiten.

„Das muss man sich mal vorstellen!“
„Aber er hat Familie, er hat Angehörige! Und wenn an einem Donnerstag am Abend plötzlich von allen Seiten die Nachrichten bei ihm hereintrudeln, das muss man sich mal vorstellen“, so Ebenbauer über den Umstand, dass die Entscheidung über das Aus von Schöttel aus ÖFB-Kreisen heraus frühzeitig öffentlich geworden war.

Den menschlichen Faktor hob auch Pröll hervor, indem er Schöttel als „ganz besonders positiven Mensch“ bezeichnete, von dessen menschlichen Qualitäten er noch niemals jemanden „im Ansatz negativ“ sprechen habe hören. Gerade vor diesem Hintergrund sei das Durchsickern der ÖFB-intern getroffenen Entscheidung zum Schöttel-Aus umso ärgerlicher.

„Jetzt spreche ich vorher und dann ...“
„Es gab vor einem halben Jahr einmal eine Sitzung, wo ich für viele überraschend die Teamchefverlängerung in den Aufsichtsrat gebracht habe – ohne vorher jemanden zu kontaktieren“, so Pröll. Da sei dann umgehend Kritik gekommen, er könne seine Kollegen doch nicht mit Entscheidungen konfrontieren, ohne vorher mit ihnen zu sprechen. „Jetzt spreche ich vorher und dann sickert’s erst recht gleich raus“

Inhaltlich stehe er aber auf dem Standpunkt, dass ein ÖFB-Sportdirektor zwischen Breitensport und Spitzensport gestalterisch stärker wirken soll, als es bisher geschehen sei. Die Beziehung zwischen Sportdirektor und Teamchef, also zwischen Schöttel und Ralf Rangnick, habe allerdings anders als medial immer wieder kolportiert keinen Einfluss auf die Trennung gehabt, so Pröll.

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