Am Samstag ging im Schwarzenberger Angelika-Kaufmann-Saal die 33. Vorarlberger Käseprämierung über die Bühne. Rund 1000 Besucher ließen sich das Spektakel nicht entgehen. In Summe wurden vom Publikum sowie einer internationalen Fachjury über 130 verschiedene Käse in unterschiedlichen Reifegraden bewertet.
Die Bezeichnung „Senner des Jahres“ kommt in Vorarlberg fast einem Adelstitel gleich. Dieser Titel wird im Rahmen der Käseprämierung traditionell in Kategorien „Hartkäse“ sowie „Schnittkäse alt“ vergeben, dazu gibt es noch einen speziellen Publikumspreis. In die Kategorie „Hartkäse“ fallen die ursprungsgeschützten Sorten Vorarlberger Bergkäse und Alpkäse, also gewissermaßen die Premiumprodukte Vorarlberger Sennkunst. Zur Erklärung: Ein Alpkäse ist ein Bergkäse der ausnahmslos aus Milch von Kühen produziert wird, die den Sommer auf der Alpe verbracht haben. Dieser Käse ist, das lässt sich ohne Übertreibung sagen, ein absolutes Weltklasseprodukt. Zum „Senner des Jahres 2026“ in dieser Königsdisziplin wurde von der Fachjury Thomas Kaufmann von der Dorfsennerei Schlins-Röns gekürt.
Zwei Titel an den Bregenzerwald
In der Kategorie „Schnittkäse alt“ konnte Richard Flatz gemeinsam mit seinem Team von der Sennerei Alpenkäse Bregenzerwald (Sennerei Bezau) den Sieg davontragen. Auch der Publikumspreis ging an den Bregenzerwald, die Sennerei Andelsbuch traf mit ihrem alten Schnittkäse den Geschmack der Besucher in jeder Hinsicht. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb 133 verschiedene Käselaibe in unterschiedlichen Reifestadien von den teilnehmenden Betrieben zur Bewertung eingereicht.

Strenge Bewertungskriterien
Eine internationale Fachjury war für die professionelle Beurteilung der Produkte zuständig. Diese Gruppe bestand aus Experten aus Vorarlberg, dem restlichen Österreich, Deutschland, der Schweiz sowie aus Südtirol. Bei der Bewertung galten strenge Regeln, zu den wichtigsten Kriterien zählten unter anderem das äußere Erscheinungsbild, die Farbe und die Löcher im Käse. Zudem flossen der Geruch, der Geschmack und die Teigeigenschaften in die Endnote ein.
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