Fast ein Viertel des staatlichen Pensionstopfes werde für andere Leistungen ausgeschöpft. Seniorenbund pocht auf klare Trennung und mehr Fairness in der Debatte.
In der Debatte um Österreichs Budget für die kommenden zwei Jahre rücken die Pensionen als großer Brocken für die Staatskasse wieder in den Fokus. Was Seniorenvertreter dabei ärgert, ist „Alarmismus und Panikmache“ bei den Pensionskosten bzw. den staatlichen Zuschüssen.
Daher tourt Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec aktuell durch die Bundesländer und machte am Freitag gemeinsam mit dem steirischen Landesobmann Ernest Schwindsackl in Graz Station. Ihre Kernbotschaft: „Vieles, was im staatlichen Pensionstopf drinnen ist, hat mit Pensionen nichts zu tun.“ 36 Milliarden Euro werden jährlich von der öffentlichen Hand für gesetzliche Pensionen und Beamtenpensionen aufgewendet, ein Viertel davon seien aber u. a. Gesundheits- und Sozialleistungen, rechnen die Seniorenvertreter vor.
In der Steiermark gab es mit Stand Dezember 2025 348.129 gesetzliche Pensionen (inkl. Hinterbliebenen-Rente). Vom Bund fließen dafür 2,6 Milliarden Euro – 700 Millionen Euro davon seien nicht Pensionen zuzurechnen. Alleine für die Ausgleichszulage („Mindestpension“) werden 248 Millionen fällig. Die Seniorenbund-Spitzen fordern daher im Sinne einer faktenbasierteren Diskussion Sozialausgaben gesondert von den „echten Pensionskosten“ auszuweisen.
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