Wirtshäuser sollen mehr als „Orte, wo man isst“ sein. Das steht für die Teilnehmer des ersten Zukunftstages der NÖ-Wirtshauskultur fest. Gemeinsam mit Experten suchten Branchenvertreter in Ybbs an der Donau nach Wegweisern in eine erfolgreiche Zukunft der Gastronomie.
Wirtshäuser sind Orte der Begegnung, sie sichern Arbeitsplätze und Wertschöpfung, in ihren Küchen wird kulinarisches Wissen bewahrt und sie bieten Gästen einen „schmackhaften“ Zugang zu einer Region. Darin waren sich Gastronomen und Fachleute verschiedenster Disziplinen beim Zukunftstag der Wirtshauskultur rasch einig. Die große Frage lautete allerdings: Wie können Wirtshäuser all diese Aufgaben auch künftig erfüllen.
Krügerl und Achterl
Gleich vorweg: Kühles Bier, gehaltvolle Weine und das obligatorische Schnitzerl wird es wohl auch in der Zukunft im Wirtshaus geben. Das stand bei dem Brainstorming im Babenbergerhof in Ybbs an der Donau auch gar nicht zur Debatte. Vielmehr ging es um den sozialen und wirtschaftlichen Wert von Wirtshäusern, die aktuellen und künftigen Erwartungen der Gäste sowie die Balance von Tradition und Innovation.
Vom Wirtshaus zum Kurzurlaub
Für Wirtshauskultur-Obmann Hartmuth Rameder liegt künftiger Erfolg im „Mut zur Weiterentwicklung“. Auch Michael Duscher, Chef der NÖ-Werbung, appelliert an die Wirte, offen für neue Ideen zu sein. Es gehe in Zukunft nicht nur darum, aus gelegentlichen Gästen Stammgäste zu machen, sondern neue Zielgruppen für regionale Kulinarik zu begeistern, sodass der Wirtshausbesuch zum Impuls für einen Kurzurlaub wird.
Qualität muss passen
Einig war man sich, Qualität müsse oberstes Prinzip bleiben. Ebenso, dass Digitalisierung Abläufe und Service optimieren könne, sodass mehr Zeit für die Gäste bleibe. Impulse, wie Wirtshäuser liebgewonnene Traditionen und notwendige Neuerungen erfolgreich miteinander verbinden können, gab Lukas Nagel, hochdekorierter Küchenchef und Visionär aus dem Salzkammergut, den Zukunftstag-Teilnehmern mit auf den Weg.
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