Chaos bei Jubiläum

Wirt schmiss Musikanten und Pilger aus Gasthaus

Salzburg
17.09.2026 19:00

Das Jubiläumsfest im Salzburger Wallfahrtsort Maria Kirchental lief komplett aus dem Ruder – sogar die Polizei musste ausrücken. Warum? Der Wirt wollte die Musikanten nach einer Festmesse offenbar nicht mehr bewirten. Die „Krone“ sprach mit dem Knallhart-Gastronomen ...

Es sollte der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 325-Jahr-Jubiläum des Wallfahrtsorts Maria Kirchental sein – doch es endete im totalen Choas. „Es gibt Sachen, die gibt es eigentlich gar nicht“, kann Dominik Jury, Obmann der Musikkapelle Unken, mit einigen Tagen Verspätung schon wieder darüber lachen.

Was war passiert? Am Sonntag fand in der Wallfahrtskirche eine Festmesse mit Erzbischof Franz Lackner statt. Jury und seine Kollegen übernahmen die musikalische Gestaltung, etliche Besucher feierten mit. Nach der Eucharistie verlagerte sich das Geschehen in den Gasthof Maria Kirchental. Dort eskalierte die Situation ...

„Wir haben wie vereinbart dort ein Konzert gespielt. Danach wollten wir etwas essen und trinken. Der Wirt meinte, dass wir nichts mehr bekommen“, berichtet Jury. Dabei hatten die Musikanten von der Kirche eigene Verpflegungsbons bekommen. Auch die übrigen Festgäste – der Erzbischof war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr anwesend – bekamen nichts mehr.

Schließlich rief der Wirt sogar die Polizei und ließ sein Gasthaus räumen. „Im Vorfeld wurden klare Öffnungszeiten definiert und wir hatten eh schon zwei Stunden länger offen als gewöhnlich“, meint der Gastwirt auf „Krone“-Anfrage knapp.

Nach dem Vorfall bekommt der Gasthof einen neuen Pächter.
Nach dem Vorfall bekommt der Gasthof einen neuen Pächter.(Bild: Kerstin Jönsson)

Er selbst hat seinen Pachtvertrag mit der Erzdiözese bereits gekündigt, auch diese hat wenig Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit. Man sucht bereits einen Nachfolger.

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Es ist ein Ort der Gastfreundschaft. Wer hier Verantwortung trägt, übernimmt nicht nur eine wirtschaftliche Aufgabe.

Cornelius Inama, Erzdiözese Salzburg

Immerhin: Die Unkener Musiker landeten nach dem ganzen Trara noch beim Loferer Metzgermeister Stefan Rass. Dieser grillte für die hungrigen Musikanten auf. „Das war dann immerhin noch ein netter Abschluss“, lacht Jury.

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