Zehn Gemälde enthüllt

Dynastie der Bourbonen wird wiederbelebt

Niederösterreich
18.09.2026 14:00

Mitglieder des französischen Königshauses zogen im Gemeindesaal in Lanzenkirchen, Bezirk Wiener Neustadt, ein – zumindest als lebensgroße Porträts. Die Geschichte der Bourbonen erlebbar zu machen, ist ein Herzensprojekt, dass ÖVP-Bürgermeister Bernhard Karnthaler und Dynastieforscher Günter Fuhrmann vor gut einem Jahr zusammengebracht hat. 

„Mich haben die Bourbonen schon immer interessiert. Meine Leidenschaft ist es, Geschichte zu vermitteln“, so Fuhrmann. Der Dynastieforscher und der Bürgermeister verwirklichen bis Frühsommer 2027 ein Ausstellungszentrum im neuen Gemeindezentrum in Lanzenkirchen, Bezirk Wiener Neustadt. „Wir wollen eine begreif- und erlebbare Geschichte der Bourbonen in Lanzenkirchen schaffen“, sagt Ortschef Karnthaler.

Zehn lebensgroße Porträts
Mit der Enthüllung von zehn Gemälden konnten sie nun den ersten Abschnitt feiern: Die auf Malerleinwand ausgeführten Reproduktionen wurden nach Gemälden angefertigt, die sich einst in Schloss Frohsdorf befanden und heute weltweit über Sammlungen verstreut sind. 

Gemälde von Tochter von Marie Antoinette
Im neuen Bourbonen-Saal begegnen den Besuchern nun die französischen Könige Ludwig XIV. und Ludwig XVI. in ihren Krönungsgewändern ebenso wie Marie-Thérèse Charlotte, die Tochter Ludwigs XVI. und Marie Antoinettes. Die als Herzogin von Angoulême bekannte Prinzessin wählte Schloss Frohsdorf zu ihrem Wohnsitz. Zu sehen sind außerdem der Comte und die Comtesse de Chambord, die rund 40 Jahre lang in Frohsdorf lebten, sowie Louise d’Artois, die Schwester des Comte de Chambord, mit ihrem Sohn Robert von Bourbon-Parma. Dieser erwarb später Schloss Schwarzau und setzte damit die enge Verbindung der Familie mit der Region fort.

Gemeinsam auf den Spuren der Bourbonen in Lanzenkirchen, Bezirk Wiener Neustadt: ...
Gemeinsam auf den Spuren der Bourbonen in Lanzenkirchen, Bezirk Wiener Neustadt: ÖVP-Bürgermeister Bernhard Karnthaler und Dynastieforscher Günter Fuhrmann.(Bild: Gemeinde Lanzenkirchen / Tobias Hübl)

Reproduktion mit Künstlicher Intelligenz
Besonders freut sich Historiker Fuhrmann über zwei Porträts in der Sammlung: „Diese Bilder scheinen real nicht mehr existieren. Unter Zuhilfenahme von Künstlicher Intelligenz haben wir sie so nachgebildet, dass sie den Originalen ziemlich ähnlich kommen.“ Dank der Bildpatenschaften von mehreren ortsansässigen Betrieben konnte das Gemälde-Projekt umgesetzt werden.

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