„Licht am Horizont“

Aufatmen: Im Handel stabilisiert sich die Lage

Kärnten
17.09.2026 17:00

Trotz besserer Zahlen bleibt die unsichere Nachfrage ein instabiler Faktor im Kärntner Handel. Die Sparte Handel der Wirtschaftskammer Kärnten und die KMU Forschung Austria freuen sich mit Vorsicht.

Der Kärntner Einzelhandel kann wieder aufatmen – und das trotz der unsicheren Nachfrage. Sinkende Teuerungen und gute Umsätze sorgen bei den Unternehmern für Erleichterung. Auch bei den Insolvenzen gibt es einen kleinen Lichtblick: Nach zwei Jahren mit steigenden Zahlen zeichnet sich erstmals wieder eine leichte Entspannung ab. Auf der anderen Seite bleiben der Abfluss der Kaufkraft ins Ausland, die abnehmende Gewinnspanne der Unternehmen und die zunehmende Bürokratie Sorgenkinder.

„Wir sehen erstmals wieder Licht am Horizont. Aber mehr Umsatz heißt noch lange nicht mehr Ertrag“, so Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Kärnten. „Personal, Energie, Mieten und Finanzierung bleiben teuer. Viele Betriebe arbeiten weiterhin mit sehr knappen Margen.“

Einzelhandel ist wesentlich für Kärnten
Insgesamt erwirtschaftet der Handel mit 11.358 Betrieben und rund 33.000 Beschäftigten circa 13,4 Milliarden Euro. Damit ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Einzelhandel alleine steuert 5,1 Milliarden Euro bei und umfasst 3.400 Unternehmen mit mehr als 19.000 Beschäftigten.

Zitat Icon

„Unsere Betriebe wollen sich um ihre Kunden, etc. kümmern – und nicht immer mehr Zeit mit Formularen, Nachweisen und Dokumentationspflichten verbringen.“

Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Kärnten

Kein Weg ohne Hürden
Neben den wirtschaftlichen Belastungen wächst für die Handelsbetriebe auch der administrative Aufwand. Eine weitere Herausforderung bleibt der boomende Onlinehandel. „Wenn fast jeder zweite Online-Euro ins Ausland fließt, verlieren unsere Regionen Wertschöpfung. Gleichzeitig dürfen heimische Händler nicht mit immer mehr Auflagen belastet werden, während internationale Plattformen unter völlig anderen Voraussetzungen agieren“, warnt Haberl.

Lichtblick für Wirtschaft
Es gibt allerdings weiterhin Anzeichen für Stabilisierung. Kärntens Handel schöpft also dementsprechend wieder Hoffnung – viele Herausforderungen bleiben dennoch bestehen.

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