29 Geräte gesamt

„Lizenz zum Blitzen“ in weiteren drei Gemeinden

Tirol
16.09.2026 18:00

Kund machte den Anfang, jetzt ziehen weitere drei Gemeinden in Tirol nach: In St. Johann, Bad Häring und Wattens werden ebenfalls Radargeräte auf Gemeindegebiet aufgestellt. Sie überwachen neuralgische Punkte vor Schulen, Kindergärten und Heimen.  

Kundl war österreichweit die erste Gemeinde, die mittels Übertragungsverordnung des Landes zu Radarkontrollen ermächtigt wurde. Das war im Juni, die Kontrollen mit sieben Geräten starteten zu Schulbeginn.

Nun wurde dies auf Antrag von Verkehrs-LR René Zumtobel weiteren drei Gemeinden gestattet: Bad Häring, St. Johann und Wattens. Damit können sie die Einhaltung der Tempolimits auf Landesstraßen B und L sowie Gemeindestraßen jeweils innerhalb des Gemeindegebiets künftig selbst überwachen.

60 % der Unfälle mit Verletzten im Ortsgebiet
Insgesamt dürfen die drei Gemeinden in den nächsten Wochen 22 neue Radarkästen in Betrieb nehmen. „Damit geben wir den Gemeinden ein zusätzliches Instrument für mehr Verkehrssicherheit in die Hand“, erklärt LR Zumtobel.

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Geschwindigkeit kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Wer langsamer fährt, hat mehr Zeit zu reagieren.

Verkehrs-LR René Zumtobel (SPÖ)

Exekutive wird entlastet
Gleichzeitig werde die Exekutive entlastet: „Wenn Gemeinden die punktuelle Geschwindigkeitsüberwachung selbst übernehmen, schafft das auch Ressourcen bei der Polizei.“ Angepasste Geschwindigkeit sei ein wesentlicher Faktor für die Verkehrssicherheit.

Mehr als 60 Prozent der Unfälle mit Verletzten oder Todesopfern ereigneten sich im langjährigen Schnitt im Ortsgebiet, führt Zumtobel weiter aus: „Geschwindigkeit kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Wer langsamer fährt, hat mehr Zeit zu reagieren – und das kann entscheidend sein.“

Die drei Gemeinden haben dafür die nötigen Vorbereitungen getroffen und gemeinsam mit Land und Verkehrsplanern die Messstandorte festgelegt.

Einnahmen fließen an die Gemeinden und ans Land
Die Einnahmen auf Gemeindestraßen fließen zu 80 Prozent an die Gemeinde und zu 20 Prozent ans Land als Ausgleich für die Bezirkshauptmannschaften, die die Strafzettel ausstellen. In Kundl wurden aber auch Automaten an der Landesstraße aufgestellt. Hier gehen die Einnahmen zu 100 Prozent ans Land, was BM Anton Hoflacher ärgert: „Das ist keine Gleichbehandlung!“ 

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