Niederösterreich

Wenn sich niemand mehr zuständig fühlt. . .

Die Welt wird immer komplizierter. Auch in Niederösterreich, wo das zum Teil auch hausgemacht ist. Wenn Themen und Themenbereiche aber so komplex werden, dass sich niemand mehr verantwortlich fühlt, dann kochen so manche Probleme mit voller Wucht auf. So zum Beispiel beim tragischen Fall eines Lkw-Fahrers, der nach schwerer Erkrankung jetzt rund um die Uhr künstlich beatmet werden muss. Während Volksanwalt Bernhard Achitz betont, dass Niederösterreich von der Verfassung und von der UN-Behindertenrechtskonvention her gesetzlich unmissverständlich verpflichtet sei, die Pflege in den eigenen vier Wänden des unheilbar Kranken zu finanzieren, fühlt sich hierzulande niemand zuständig. So wirklich zuständig fühlt sich auch im Ortsteil Möllersdorf in Traiskirchen niemand, obwohl die Bewohner dort schon lange über Sachbeschädigungen und nächtlichen Lärm klagen. Angebrachte Schilder und Sperren halten die Bewohner einer Jugend-WG nicht davon ab, dies weiter zu tun. Kollege Thomas Werth berichtet über Zustände. Wo sich hingegen eine breite Masse – mit alleine fast 100.000 heimischen Feuerwehrleuten – zuständig fühlte, war die Hochwasserkatastrophe im weiten Land. Vor genau zwei Jahren, am 15. September 2024, rief man damals erstmals in der Geschichte Niederösterreichs den flächendeckenden Katastrophenalarm aus. Heute werden Hunderte Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Und mit dieser spannenden Lektüre wünschen wir Ihnen, dass Sie heute für Ihre Anliegen überall jemand Zuständigen erwischen. 

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